08:25 Uhr
Coca Cola Conversations
Johnny von Spreeblick hat sich die letzten Tage viel Arbeit gemacht und ließ seinen Worten, Taten folgen. Endlich wagt sich mal jemand aus der Schwarz-Weiss-Zone heraus und hört beiden Seiten aufmerksam zu. Am Ende hat man natürlich aufgrund des komplexen Themas keine endgültige Wahrheit, allerdings werden vielleicht einige dadurch aus ihrer komfortablen Gutmenschhaltung herausgeschleudert. Damit meine ich bestimmt nicht die Aktivisten an vorderster Front.
Festzuhalten ist jedoch, dass Coca-Cola die Vorfälle nicht mehr bestreitet, langjährige Versäumnisse zugibt und seit kurzer Zeit nachweislich dialogbereit ist. Festzuhalten ist dabei ebenfalls, dass diese Bereitschaft ein Resultat des Drucks der Öffentlichkeit ist. Ob sich das Unternehmen einer Mitverantwortung schuldig gemacht hat oder nicht, muss ein seit Jahren laufender Gerichtsprozess klären, so er dann irgendwann stattfindet.
Ich halte Pablo Largacha durchaus für einen Kommunikationsprofi, aber absolut nicht für einen Lügner. Ebensowenig halte ich jedoch den Protest gegen das Unternehmen für übertrieben, er war und ist notwendig, um die Aufmerksamkeit für die verworrene Problematik Kolumbiens zu verstärken.
Es gibt eben nicht immer ein filmreifes “Gut” oder “Böse” da draußen.
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Am 23. Juli 2006 um 13:53 Uhr
Coca Cola übernimmt Führung im weltweiten Kampf für sichere und gute Arbeitsplätze!?…
Nein,die Überschrift ist kein Witz, sondern eine Aussage des Kolumbienexperten der Konzernzentrale Pablo Largacha. Dieser zieht seit geraumer Zeit mit einem einzigen Ziel durch die Lande: Schadensbegrenzung. Nach anhaltenden Protesten, ei…