21:33 Uhr
Wenn die Chemie stimmt
Wenn der Zufall zwei unterschiedliche Dinge zusammenführt, so entstehen mitunter erstaunlich faszinierende Dinge. Kombiniert man Mentos mit Brause light, so entstehen durch eine chemische Reaktion richtig heftige Fontänen. War also nur eine Frage der Zeit bis kreative Menschen daraus eine regelrechte Show inszenieren:
Link: www.youtube.com
Der Brausehersteller hingegen war jedenfalls not amused. Dabei legte man doch in der Vergangenheit so viel wert auf ein feucht-fröhliches Image.
“Verrücktheiten mit Mentos passen nicht zur Markenpersönlichkeit”, sagte eine Sprecherin dem “Wall Street Journal” – ganz nach dem Motto mit Essen spielt man nicht.
Warum so bieder meine Lieben? Bei Mentos hingegen geht die Sonne auf.
Das italienische Mentos-Mutterhaus Perfetti Van Melle schätzt den momentanen Marketing-Wert des Fontänen-Wahnsinns auf global 10 Millionen Dollar.
Aus diesem Grund arbeitet man bei Mentos nun mit Hochdruck an einem Fontänen-Videowettbewerb. Schließlich gibt es genügend Nachahmer. Um diese in eine “customer created campaign” zu integrieren dürfte es zeitlich allerdings etwas knapp werden. Der Start ist auf Mitte Juli gelegt:
via whatsnextblog
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 13. Juli 2006 um 13:16 Uhr
Mental is a mentos-experience a crazy story.
Make your way with mentos every day.
See you later.A mentos fan.
Am 10. August 2006 um 10:20 Uhr
Als “chemisch” würde ich die Reaktion nicht bezeichnen, eher als einen physikalischen Vorgang, der bewirkt, dass CO2 an der rauen Menthos-Oberfläche schneller aus dem Cola freigesetzt wird.
Am 10. August 2006 um 10:34 Uhr
@Teflon: Danke für die technische Aufklärung. Da ich aber Werber bin hätte mir die Headline “Wenn die Physik stimmt” nicht so ganz behagt. Aber ist die Freisetzung von CO2 kein chemischer Vorgang??
Am 27. August 2006 um 02:18 Uhr
Hallo!
Ein Teil des CO2 in Wasser ist tatsächlich “chemisch” gebunden. Also CO2 + H2O H2CO2 (Kohlensäure). Die Mehrheit des Gases ist allerdings als Gas in Wasser gelöst, so dass die eigentliche Freisetzung nicht als chemischer Vorgang zu bezeichnen ist (laut Wikipedia 99%).
CO2 wird unter Überdruck in die Flaschen hineingepresst, so dass die Lösung eigentlich mit CO2 übersättigt ist. Wenn Cola-Flaschen geöffnet werden, dann pendelt sich das Gleichgewicht allerdings nur langsam wieder ein (die Cola wird flau). Je grösser die Oberfläche, desto schneller pendelt sich das Gleichgewicht ein. Etwa vergleichbar mit einer Suppenschale Cola und einem Glas. Was bleibt länger prickelnd? Blasen bilden sich an den Wänden des Glases und an der Oberfläche der Flüssigkeit.
Bei der Explosion (übrigens ein gutes Stichwort für den Titel), schätze ich auf jeden Fall ein, dass das physikalisch gelöste CO2 freigesetzt wird (99%) und nicht die 1%. Wie das genau abläuft, ist eine schwer zu beantwortende Frage.
Eventuell vergleichbar mit “Impfkristallen”: Man stellt eine Lösung mit NaCl (Kochsalz) her, bis NaCl nicht mehr in Lösung geht, erwärmt diese Lösung bis sie klar ist und kühlt dann rasch ab. NaCl bleibt in Lösung, gibt man dann allerding eine Messerspitze festes NaCl hinzu, fällt das gelöste NaCl innert Sekunden aus. Das passiert auch, wenn ein anderer, fester Stoff zugegeben wird.
Es sind also zwei Faktoren entscheidend:
a) die Übersättigung
b) ein Katalysator
Wie Menthos genau wirkt, müsste untersucht werden. Ob alleine die grosse, rauhe Oberfläche die Freisetzung bewirkt oder auch die Löslichkeit von Menthos in der Cola auf die Löslichkeit des CO2 einen Einfluss hat, würde ich als Diskussionsbedarf einstufen. z.B. hier:
chemieonline.de/foru...
Am 27. August 2006 um 02:22 Uhr
Entschuldigt, habe Kohlensäure falsch geschrieben und die Software frisst mir meine Pfeile:
CO2 + H2O wird zu H2CO3
Also noch viel Spass mit den Cola-Mentos-Experimenten!