18:39 Uhr
Buzz jetzt schon ab 5,- $
Advertisers: PayPerPost™ is an automated system that allows you to promote your Web site, product, service or company through the PayPerPost network of bloggers. Advertise on blogs to create buzz, build traffic, gain link backs for search engine ranking, syndicate content and much more. You provide the topic, our network of bloggers create the stories and post them on their individual blogs.
Will heißen: Bei PayPerPost (nur echt als Beta) kann man Blogeinträge kaufen: Briefing reingeben, schreiben lassen, freigeben, schon ist der kleine Buzz unterwegs. Der Blogger bekommt 5 Dollar pro Beitrag, PayPerPost wie jeder gute Zuhälter seinen Anteil fürs Führen des Terminkalenders. Prostitution? Blog-Strich? Vermutlich ganz einfach der nächste logische Schritt in der Blogkommerzialisierung. Auf diesem Markt für One-Night-Stands kommen zwei zusammen, die sich gesucht haben: Nachfrage und Angebot. Buzzer und billige Willige. Aber ich sollte mich nicht über andere mokieren: Wir Deppen buzzen hier ja sogar für lau.
Bildquelle: PayPerPost. Tagline: He want’s to create a buzz for his new product. She want’s to make money.
22 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 2. Juli 2006 um 19:03 Uhr
Ihr buzzt/schreibt für lau, obwohl ihr damit 10 $ hättet machen können… :)
Am 2. Juli 2006 um 20:39 Uhr
Unglaublich. Schon wieder eine dieser verpassten Chancen in meinem Leben :D
Am 2. Juli 2006 um 21:41 Uhr
Deutsche können nicht mitmachen. Die amerikanische Sozialversicherungsnummer wird gecheckt.
Am 2. Juli 2006 um 22:27 Uhr
Na das verheisst doch eine neue Auswanderwelle!
Blograusch im Westen.
Am 3. Juli 2006 um 09:00 Uhr
Goldrausch in Kleinbloggersdorf. Auch hier zu Lande werden Nachahmer nicht lange auf sich warten lassen ;-)
Am 3. Juli 2006 um 09:16 Uhr
@Rainer: Ich sehe dem Ganzen gelassen entgegen. Mit den 5$ verschleudert man gleichzeitig die eigene Glaubwürdigkeit und damit auch die Stammleserschaft und den eigentlichen Werbeeffekt. Es werden Gegenpostings auftreten zu Produkte die sich ihre positiven Feedbacks erkaufen wollen. Die Frage ist ob viele Unternehmen das überhaupt wollen und in Kauf nehmen.
Mich würde es interessieren ob man die bezahlten Beiträge als “bezahlt” deklarieren darf oder ob der Anbieter dann die Zahlung verweigert. In ihren Klauseln hätten sie ja das Recht dazu nicht zu bezahlen. Sowieso ein Unding wieviel Kontrolle die über das Blog für so wenig Geld erlangen.
Man wird sehen wie sich das weiterentwickelt.
Am 3. Juli 2006 um 09:32 Uhr
@ Patrick
Ich glaube, das mit der Galubwürdigkeit siehst du zu blogosphärisch.
Mit den 5 Dollar geht es ja nicht nur um den Content an sich, sondern auch “to build traffic, gain link backs for search engine ranking”. Und Google ist ziemlich egal, wie gut und glaubwürdig das geschrieben ist.
Zweiter Aspekt: Nehmen wir an, ich suche Meinungen zu einem neuen PC-Lautsprecher, den ich mir kaufen will. Komme auf eine Website (Blog), die ich nicht kenne, die aber auf den ersten Blick (ich sehe nur diesen einen Eintrag) ganz vertrauenswürdig aussieht. Ich glaube nicht, dass ich mir die Mühe mache, nachzuforschen, ob für diesen positiven Eintrag Geld geflossen ist. Genau genommen weiß ich sogar, dass ich mir die Mühe nicht mache, denn genau so bin ich letzte Woche vorgegangen und hab mich gewundert, warum ich ausführliche Besprechungen über PC-Lautsprecher auf PC-Modding-Seiten fand. Dank Medienrauschen weiß ich es jetzt: medienrauschen.de/ar...
Nicht verstehen kann ich übrigens die moralische Entrüstung von Shel Israel, der den Teufel im Business-Anzug vor sich sieht: redcouch.typepad.com...
Hat er tatsächlich gedacht, für “Word of mouth” würde sich kein ganz profaner Markt bilden, auf dem man das Wort kaufen und verkaufen kann? Bei PayPerPost kostet ein Word of Mouth im Schnitt 10 Cent (ca. 5 Dollar pro 50 Wörter Blogeintrag). Wer bietet mehr? Aufgeschnitten oder am Stück.
Am 3. Juli 2006 um 09:56 Uhr
@Andreas: Man wird sehen wie sich die Verlinkungen entwickeln. Ein paar gekaufte Links machen die Sache noch nicht fett. Man muss als Blog sich schon eine gewisse Stammleserschaft erarbeiten, bis man selbst verlinkt wird und damit auch die eigenen Links nach draußen erst relevant werden. Also nicht ganz so einfach Traffic und Backlinks zu erzeugen.
Bisher hatte die Blogosphäre und damit auch die Google-Trefferliste ja auch eine gewisse selbstreinigende Funktion. Die steht jetzt auf dem Prüfstand. Vielleicht erwische ich einen positiven, gekauften Beitrag, vielleicht gibt es bis dahin aber auch Watchblogs, die solche Beiträge entlarven und transparent machen, somit taucht auf Seite 1 nicht nur der gekaufte sondern auch der richtigstellende Beitrag auf. Und seien wir doch mal ehrlich, welches große Unternehmen würde sich trauen sich über diesen Weg Content zu kaufen? Das können doch nur die üblichen Spam-Verdächtigen sein.
Wenn einer der großen Brausehersteller sowas machen würde, was glaubt ihr, was dann los wäre. Hat man schon eine Übersicht der Firmen die sich auf diesen Rausverkauf einlassen? Das würde mich als allererstes interessieren. Also je größer ein Unternehmen desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es auf diesem Wege Blogger einkauft.
Die Reaktion von Shel Israel ist äußerst emotional und vielleicht ein bißchen überstürzt. Aber so sind leidenschaftliche Blogger. Ich kann ihn verstehen, er setzt seine gesamte Energie dafür ein um die positiven Aspekte von Blogs zu verbreiten. Aber auf der anderen Seite wird auch nicht gerade gegeizt. In den Kommentaren behauptet ja der Betreiber dieses Dienstes so manche arbeitslose US-Mutti mit seinem Unternehmen zu retten. Widerlich aber natürlich auch wirkungsvoll.
Am 3. Juli 2006 um 10:05 Uhr
> Also je größer ein Unternehmen desto geringer die
> Wahrscheinlichkeit, dass es auf diesem Wege Blogger einkauft.
Absolut. Guck doch die aktuelle Liste an,
payperpost.com/page/...
da tauchen ja gleich die altbekannten Stichwörter wie “Debt” und “Loans” auf, die wir alle aus unserem Spam-Ordner kennen. Aber können viele penetrante Kleine die Luft nicht noch schlimmer verpesten alle ein paar Große…?
Am 3. Juli 2006 um 10:22 Uhr
@Andreas: Die üblichen Kandidaten werden früher oder später von Google gesperrt bzw. ausgesiebt. Und wer über Pokern oder Viagra bloggt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Da sind Linkfarmen ja noch effektiver.
Am 3. Juli 2006 um 10:48 Uhr
Überschätzen wir nicht die Bedeutung eines “Link-Rankings” ala Technorati und den “PageRank”? Auch außerhalb des Internets gibt es noch einen – großen!?! – Werbemarkt. Wie wahrscheinlich ist es, dass – gute – Produkte, die nicht bei Google auftauchen, auch aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden?
Am 3. Juli 2006 um 11:02 Uhr
@Rainer: Stimmt, BMW hat trotz des kurzzeitigen Verschwindens bei Google ja auch noch daraus Aufmerksamkeit erweckt. :-)
Klar gibt es außerhalb des Internets einen Werbemarkt. Ich würde auch Wahrnehmung nicht mit Image gleichsetzen. Natürlich werden auch Produkte noch außerhalb des Netzes wahrgenommen. Fakt ist allerdings auch, dass sich die Informationsrecherche immer mehr in Richtung Internet verlagert. Also warum sollte man die stetig wachsende Internetcommunity ignorieren?
Am 3. Juli 2006 um 11:09 Uhr
@Patrick: Kein Unternehmen kann/sollte es sich erlauben, die Internetcommunity zu ignorieren!!! Die Frage ist nur, überschätzen wir die Macht und den Einfluss von Google; oder: wie real ist die Gefahr?
Am 3. Juli 2006 um 11:18 Uhr
@Rainer: Google ist nunmal derzeit Suchinstrument Nummer 1. Fakt ist auch, Google stuft Suchtreffer schwerpunktmäßig nach relevanten Verlinkungen und Aktualisierung ein.
Wie schon bereits oben erwähnt, ich sehe das ganze ziemlich lässig. Spammer werden und wurden bisher immer von Google bestraft. Der neue Postingrausverkauf ist eine neue Form von Spam, bei Google werden sicherlich schon entsprechende Szenarien durchgespielt worden sein.
Aber von welcher Gefahr sprechen wir denn eigentlich und vor allem für wen?
Am 3. Juli 2006 um 11:32 Uhr
@Patrick: ich habe die Diskussion um die Verlinkung so verstanden, dass hier eine – bezahlte – Manipulation von Google befürchtet wird, so dass bestimmte Produkte künstlich aufgewertet werden. Und ich frage mich, wie real ist diese “Gefahr” der “Google-Zurücksetzung” wirklich für seriöse Anbieter, die eben nicht auf gekaufte Links setzen. Und genau wie Du, sehe ich das sehr gelassen …
Am 3. Juli 2006 um 11:48 Uhr
@Rainer: Je mehr ein Produkt künstlich aufgewertet wird, desto mehr wird der Drang vorhanden sein das natürlich wieder richtig zu stellen. Das ist ja das Schöne an Blogs. Ich sehe da nicht die Gefahr einer Überbevorteilung der bezahlten Blogger. Im Gegenteil. Ich sehe es als Chance für transparente und authentische Blogs weitere Communitymitglieder aufzunehmen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Bezahlung oder Werbung, nur sollte sie entsprechend gekennzeichnet sein. Das gehört für mich zur Transparenz und Wertschätzung der jeweiligen Leser.
Am 3. Juli 2006 um 12:37 Uhr
> bei Google werden sicherlich schon entsprechende
> Szenarien durchgespielt worden sein.
Und ich möchte mal stark annehmen, dass eines der Szenarien darin besteht, den neuen Dienst einfach aus der Portokasse zu kaufen und demnächst selbst anzubieten.
Am 3. Juli 2006 um 13:32 Uhr
Blogger sind doch sowieso schon völlig verbuzzt: Der Mac bekommt ständig kostenlose Reklame. Einfach weil manche Blogger ihr Arbeitsgerät toll finden. Hier wirken Qualität und Mythos.
Jeder Blogger darf werben (Ballack kann auch Fussball spielen und werben) und sollte gleichzeitig ein Vorbild an Rechtschaffenheit sein. Die Werbung kriegen wir nicht mehr raus, aber das Rückgrat wieder rein (hoffe ich).
Ich bin auch käuflich, nur nicht für Lügen und wenn ich das als “Werbung” oder kennzeichnen darf. Ich finde die Opel/Opelix/Ix Geschichte gut geglückt. Das sollte man sich als Beispiel nehmen.
Am 3. Juli 2006 um 13:40 Uhr
> Einfach weil manche Blogger ihr
> Arbeitsgerät toll finden.
Und exakt das ist “Word of mouth”: Investiere in ein überzeugendes Produkt, und es wird sich herumsprechen, ohne dass du Leute dafür kaufen musst.
Übrigens, für Interessenten ohne amerikanische Sozialversicherungsnummer:
http://blogjobs.de von Thomas Promny
via handelsblatt6.blogg.... (Kommentar von Nico)
Am 4. Juli 2006 um 11:52 Uhr
Ich glaube es wird Zeit für eine freiwillige Selbstverpflichtung. Ein Logo / Icon sollte auf “No Buzz” oder “Commercial free” hinweisen. Dahinter steht dann ein Kodex, der bei Berichte über Produkte und Dienstleistungen zu einen besonders sorgfältigen und differenzierenden Umgang ermahnt.
Am 4. Juli 2006 um 12:53 Uhr
Sind wir auf dem Strich?!…
Telepolis berichtet …
Am 19. Juni 2008 um 18:12 Uhr
[...] denn durchgesetzt werden soll. Andererseits nimmt die Diskussion um bezahlte Beiträge wie bei payperpost oder trigami jetzt lediglich die nächste logische Stufe bezüglich [...]