07.06.06
22:36 Uhr

A little Bit of Bud

Unsere amerikanischen Freunde von Being Reasonable bloggen zwar nicht mehr so häufig wie früher, dafür erscheint wöchentlich ein Artikel von Tim und Marc bei Forbes. Diese Woche wird es speziell für uns Deutsche interessant. Die beiden schreiben über Budweisers undankbare Rolle als Hauptbiersponsor der Fußball WM 2006. Die beiden sind relativ zuversichtlich was die Rolle von Budweiser angeht. Natürlich wird die amerikanische Biermarke in Deutschland keinen Stich machen, aber weltweit ist Budweiser eine bereits anerkannte Biersorte. Vielleicht gewöhnen sich ja auch die Reinheitsgebotsverwöhnten Deutschen an das Maisverunreinigte Bier, welches Franz Maget (Hey, der ist in den Staaten bekannter als im Freistaat) als “Das schlechteste Bier der Welt” bezeichnete. Er setzte sogar noch einen drauf und fügte hinzu: “Wir haben eine gewisse Fürsorgepflicht und dürfen die Besucher der WM-Stätten nicht vergiften.”

Das Würzburger Bier schmeckt schon gewöhnungsbedürftig und verursacht oft tödliche Kopfschmerzen, aber bei Budweiser von Gift zu sprechen ist in diesem Fall nicht nur eine PR-Stinkbombe sondern maßlos übertrieben. Eins steht jedenfalls trotz der bajuwarischen Zänkerei fest: Budweiser wird an 2/3 der Stadienstände ausgeschenkt, das restliche Drittel nimmt die deutsche Brauerei Bitburger ein. Allerdings wird das Reinheitsgebräu nur in unbeschrifteten Bechern gezapft. Man darf also gespannt sein, wie der Sponsor hierzulande wahrgenommen wird, und vor allem was die Gäste aus dem Ausland trinken möchten. Kaufen kann ich das amerikanische Bier bei mir um die Ecke jedenfalls nicht.

Übrigens, am Freitag gibt es in unserem kleinen WM-Studio nur geschmuggeltes Kölsch.

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13 Kommentare

  1. 500!

    Bud Schmeckt wie Guiness im Schambereich.

  2. captain cord

    finde es allerdings auch albern in einer bierhochburg wie deutschland solchen katzenpisse wie bud auszuschenken. wir haben ja bei der wm in den usa keine rivercola in die stadien gepresst. deshalb sind auch solche aussagen wie von franz maget ok.
    btw. gibt es bitburger auch nur, weil bitburger die markenrechter des echten budweiser (das aus tschechien) hat. (oder so ähnlich)
    man hat sich wohl darauf geeinigt, dass bitburger ausgeschenkt wird und bud dafür zukünftig in deutschland werben darf.
    hatte es vor nem jahr mal im radio gehört, daher die etwas schwammige zusammenfassung.

  3. Der Blogbote

    Was ist in meinem Becherchen?…

    Budweise ist Hauptbiersponsor der Fußball-WM. Und keiner hat’s gemerkt. Oder doch?

    ……

  4. Björn Eichstädt - Storyblogger

    Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen. So schlecht schmeckt das gar nicht. Nicht toll, aber ok. Aber da sind die Deutschen meiner Meinung nach sowieso etwas seltsam – immer so tun, als sei ihr Bier das Einzige, was geht, der Rest sei Mist – auch hier denke ich, dass es die Mischung macht. Ich mag auch belgisches oder japanisches oder thailändisches Bier… well…

  5. Patrick Breitenbach

    @Bjoern: Vor allem haben diese ganzen Mixbiere doch Hochkonunktur. Ich bin übrigens großer Fan der thailändischen Biere. Geht nix über Chang oder Singha! Sehr bekömmlich.

  6. Jochen

    Meines Wissen, wird zurzeit in Deutschland gar kein Bier von Anheuser (man weiß ja auch nie wie es heißt, da Bud und Budweiser nicht erlaubt sind) offiziell vertrieben. Durch kleine Importe von Händlern gibt es wahrscheinlich einige spezielle Läden, die das Bier, dann aber wohl illegal wenn unter Namen Budweiser, verkaufen.

  7. ramses101

    Hier geht es um mehr. Das ist genau so, als würde an der Nordsee irgend jemand für vier Wochen Krabbenbrötchen verbieten und stattdessen “Shrimps” in Mayonaise anbieten. Geht doch auch nicht ;-)

  8. Karim

    Bei Großveranstaltungen gibt es doch eh nur meist schummrige Getränke… getreu dem Motto: die Party ist so toll, da fällts gar nich auf, wenn das Bier so gar nix hat. Wir in Berlin müssen bei Events meist mit Schultheiß oder Kindl leben… brrrr
    Ich glaub, das Bud ist wenigstens nich so’n Schädelspalter!

  9. Christina

    Also ich find es eine Unverschämtheit, dass ich morgen dieses dünne Ami-Süppchen trinken muss! Und das gerade in München, der Hauptstadt der Bierkultur!

  10. olli5

    Ist doch spaßig, in Bayern den Jungs dort dat leckere Dröppchen namens Bud zu kredenzen. In dem Bierstaat schlechthin, wo jedes kleine Bauerndorf, ab 499 zählende volljährige Einwohner, sein staatlich verordnetes Recht auf eine eigene Brauerei wahr nimmt. Auf einen Schlag wird das Bud, werbetechnisch Anheuser Busch -da Bit schon vor Jahren ein Rechtstreit ausgefochten hat, und das Bud darf wegen der Verwechselungsgefahr mit Bit nicht so beworben werden- ruckzuck selbst in Bayern bekannt.
    Warten wir nur mal den WM Boykott der eingefleischten Biertrinker ab. Oder werden wir in den Stadien Menschen sehen, wie sie heimlich aus einer braunen papierummantelten Flasche ein obergäriges, deutsches Bierprodukt zu sich nehmen?

    Btw, als Düsseldorfer könnte ich jetzt hämisch darüber lachen, wenn unsere Kölner Nachbarn das Bud trinken müssen. Die von der anderen Seite sind ja auch nichts besseres gewöhnt.

  11. Manuel

    Naja, ein Grund mehr, im Stadion kein Bier zu trinken :-)

  12. pinkinside

    Budweiser macht gute Werbung, aber das Bier ist doch wirklich grässlich. Deutsche Kritelei hin oder her: Als wir es in San Francisco hingestellt bekamen, glaubten wir erst noch an einen Irrtum. Es hatte keinen Schaum und schmeckte absolut nach schlechtem Apfelwein. Brrrrrrr! Aber vielleicht soll es die Leute ja tatsächlich nüchtern halten ;)

  13. Philipp

    Weiß jemand vielleicht wo man Anheuser Busch in Deutschland kaufen kann?

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
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