23.04.06
01:08 Uhr

…one pool …one internet …one spam

Die Spreeblicker haben scheinbar Probleme mit Kommentarspam von der …one…internet…online marketing agency – What a name, what a name, what a mighty big name – Die wiederum beschreiben Marketing mit folgenden Worten:

Herkömmliches (klassisches) Marketing ist vergleichbar mit einem Schlauch, mit dem möglichst viele Passanten nass gespritzt werden sollen. Dabei gilt: Je größer der Schlauch, desto mehr Passanten werden nass. Online-Marketing ist hingegen wie ein Pool, der bereitgestellt wird. Der Passant (Kunde) entscheidet selbst, ob er hinein springt, wann er hinein springt, wie lange er im Pool bleiben möchte und ob er noch einmal wiederkommt.

Verstehe! Worunter fällt dann Spam? Ist das dann der böse Junge von früher, der mir im Schwimmbad immer die Chlorplörre in die Augen gespritzt hat?

Anders als im klassischen Marketing geht der der Informations- und Kommunikationsfluss im Internet demnach nicht vom Werbenden aus, sondern der Nutzer selbst bestimmt welche Informationen er sich wann und wo holt (Pull-Marketing).

Soso! Also Wasser predigen und hintenrum Wein kippen. Sowas kommt gar nicht gut an im Netz der Netze. Im Fall Spreeblick könnte die Agentur tatsächlich auf Guerilla Marketing verweisen, denn wie beschreiben sie so schön Multiplikatoren:

Mit Hilfe des umfassenden Know-Hows im Bereich Trendscouting identifizieren wir so genannte Multiplikatoren. Dies können zum Beispiel tagesaktuelle Themen aus Funk & Fernsehen und Print sein. Jedermann spricht über “Deutschland sucht den Superstar” oder “Big Brother”.
Wäre es nicht schön, wenn Sie sich diese Aufmerksamkeit zu nutze machen könnten?
Speziell im Bereich Online Marketing bieten sich hier weitreichende und dennoch verhältnismäßig kostengünstige Möglichkeiten. Als Multiplikatoren können auch Themen von morgen dienen, die Sie schon heute besetzen. Wenn diese dann in aller Munde sind, sind Sie es auch!

Allerdings in aller Munde, jedenfalls schon hier in Klein-Bloggersdorf. Ob das den Partnern & Kunden genauso schmeckt? Zur Not verweist man eben auf Viral Marketing:

Menschen sind soziale Wesen mit persönlichen Netzwerken von ca. zehn Personen im engeren Umfeld von Familie, Freundeskreis und Bekannten. Die Kunst liegt darin, die Botschaft in bestehende Gemeinschaften zu injizieren, wobei die Erfahrung zeigt, dass eine gut gesteuerte Zielgruppenselektion besonders erfolgreiche Diffusionsergebnisse hervorbringt. (…) Virales Marketing macht sich bestehende Infrastrukturen Dritter zunutze: Das Verlinken von Websites ist ein einfaches Beispiel für die Verbreitung von Ressourcen Dritter.

Hey Johnny, sag bloß, ihr habt noch nicht gemeinsam Schweine gehütet? Dann wird es wohl Zeit einen gemeinsamen Rundgang durchs Dorf zu machen.

Wir hatten übrigens auch so einen Kandidaten bei uns. Dieser wurde aber fast schon liebvoll im Kommentarbereich abgewatscht. Ich denke, in so Fällen hilft der virtuelle Schlag in den Nacken ganz gut. Das einzig beruhigende ist doch, dass die Leute nicht vorsätzlich kriminell handeln, sondern grob fahrlässig. Damit manövrieren sie sich zumeist selbst ins Aus. Oder wie sagt Stromberg so schön: Zu viel Kompetenz macht unsymphatisch!

Nachtrag am 23.04.06:
Die Maschinerei ist in Gang gesetzt und es kommt so manch Erstaunliches zu Tage: Geheime Linkfarmen.

Schlagworte (Tags): ,

Ein Kommentar

  1. Andreas Rodenheber

    Echte Vollprofis. Siehe auch
    finanso.de/blog/one-...

Einen Kommentar schreiben

Eure Kommentare

Feed
  • Vroni: Ralph :-)
  • ralf schwartz: @Vroni Das war ein zustimmendes Lächeln, wie Du es auch sehen würdest in meinem Gesicht würden wir uns gegenübersitzen. Nicht immer...
  • Vroni: Was issn jetz schon wieder. Klar macht es einen Unterschied, wie man optisch und von der textlichen Ansprache an die Leut angeht. So gehts...
  • ralf schwartz: @Vroni :)
  • Vroni: Kann ja alles sein, geschenkt. Ich meinte, dass das grottenschlecht und wenig ansprechend UMGESETZT war. Wie wenn ein BWL-er unter...
  • ralf schwartz: @Vroni Und eine Website dahinterzulegen, auf der die User hätten voten können … Aber die Kosten, Print geht es gar nicht gut,...
  • Vroni: Hrhr, die W&V mal wieder. Leeres Schulheft-Papierkaro und eine Flipchart-Schrift. Kriegt man sofort die beiden Krankheiten Horror Karo-i...
  • Daniela über die Arbeitszeit: Mit dem Alter werde ich immer tagaktiver… Während ich in meiner Schulzeit zwischen 8 und 16.00 (Schule) in...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop