19.01.06
14:35 Uhr
14:35 Uhr
Weblogs, die Klowände des Internets
Man muss über die Email von Jean-Remy von Matt eigentlich nichts mehr sagen. Wer es noch nicht mitbekommen hat, dem bietet ich hier eine kleine Linksammlung zum nachlesen passend zum Kaffee nach der Mittagspause:
wirres.net blog: du bist beleidigt
Handelsblatt Blog: Kollerkommunikation
Blindtextblog: Du bist Klowandtexter
ps: hat schon jemand das Wort Kamikaze-Marketing erfunden?
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29 Kommentare
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- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...

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Am 19. Januar 2006 um 14:44 Uhr
Das ist das, was ich am Werbeblogger noch nie mochte. Hingeworfene Links á la “Ihr wisst es bestimmt schon, dazu muss man nix erklären.”
Ein oder zwei erklärende Sätze hätten den Eintrag gleich interessanter und leichter verdaulich gemacht.
Am 19. Januar 2006 um 14:49 Uhr
Du hast recht, aber ich denke in diesem Fall spricht die Email wirklich für sich selber. Manchmal ist weniger mehr in meinen Augen. Ich finde es in diesem Fall unnötig, dass ich den Inhalt der Links nochmal nacherzähle.
Am 19. Januar 2006 um 14:59 Uhr
“Kamikaze-Marketing” ist ein schönes Wort…
… und derzeit scheinbar eine sehr “erfolgreiche” Strategie. Mal schauen, wann es von den ersten Agenturen als Dienstleistung angeboten wird. :)
Am 19. Januar 2006 um 15:21 Uhr
@Steffen:
Na na na!
In der Regel werfen wir hier keine Links hin!
Zumindestens in der letzten Zeit nicht.
Das ist halt die Diskrepanz zwischen Aktualität und mangelnder Zeit. Es war aber ein längerer Beitrag meinerseits geplant, von daher bitte Geduld, wir machen das hier nicht Hauptberuflich! Wir beschmieren lediglich Klowände!
Am 19. Januar 2006 um 15:22 Uhr
hat der denn von der vater-klum-geschichte nichts mitbekommen? oder schrob er das mail vor dem klumschen säbelrasseln?
Am 19. Januar 2006 um 15:42 Uhr
das ist immer das selbe. Wenn man denkt, schlimmer geht’s nicht mehr kommt einer und beweist einem das Gegenteil.
Am 19. Januar 2006 um 17:55 Uhr
“Machen wir uns die Hände schmutzig.”
Mission accomplished, Herr von Matt setzt sich schachmatt.
Am 19. Januar 2006 um 21:24 Uhr
Die Kampagnen-Webseite du-bist-deutschland.... ist zwar nett aber nicht wirklich für Jedermann zugänglich, oder? (Stichwort: Barrierefreiheit). Bei solch einer Kampagne, die meines Wissens 98% der Bürger erreichen soll, sollte doch zumindest auch eine Webseite existieren, die wirklich “zugänglich” ist. Was ist mit der Zielgruppe 50+, den behinderten Mitmenschen etc.? Sind die nicht auch Deutschland?
Am 19. Januar 2006 um 21:29 Uhr
Ich find die Mail geil!
Am 19. Januar 2006 um 21:42 Uhr
Ich verstehe immer noch nicht so richtig, was Jung von Matt eigentlich erwartet hat, als es die Kampagne schuf. Dachten sie wirklich, das Volk würde ihnen einfach bewusstlos jubelnd folgen?
In einer Demokratie läuft das zum Glück anders. Da wird abgewogen, diskutiert, kritisch hinterfragt – und veräppelt, parodiert, persifliert. Und mancher brüllt und schreit. Geschenkt, so ist es halt. Deshalb sind wir eine Demokratie: Weil Leute ihre Meinung sagen dürfen, wenn sie nicht die Rechte anderer verletzen.
Das ist toll so. Das ist ein Deutschland, wie es sein soll: widersprüchlich, hin und her wogend, ohne dass man sich gegenseitig buchstäblich die Köppe einschlägt. Die „Du bist Deutschland“-Kampagne hat – gerade auf kritischer Seite – eine unglaubliche Kreativität freigesetzt. Darauf sollte sich Jung von Matt etwas einbilden. Deshalb bin ich auch nicht der Meinung, das Ganze sei rausgeworfenes Geld gewesen. Nein: Diese Diskussion, die herrlichen Verarschungen, die eloquente Häme, die Spottreden und intelligenten historischen Bezüge – all das wäre uns entgangen.
Wenn Jean-Remy all das einfach als Klowandgepinsel denunziert, zeigt das einfach, wie tief es ihn getroffen hat, dass das Volk nicht einfach bewusstlos in Jubel ausgebrochen ist.
Ich bin stolz darauf, dass es das nicht getan hat. Deutschland wird mir glatt sympathischer. Mal sehen: Vielleicht schreibe ich das heute noch auf irgendeine Klowand.
Am 20. Januar 2006 um 02:32 Uhr
Mit Kritik umgehen ist schwer – Blogs sind KlowändeIn meiner persönlichen Klowand heute: Zwei Menschen, ein Thema… Kritik und die Reaktionen.
Darsteller 1: Jean-Remy von Matt
Story: Der Herr ist beleidigt, denn die Kampagne “Du bist Deutschland” zieht viel zu negative Kritik auf sich. Viele “Able…
Am 20. Januar 2006 um 09:58 Uhr
Und in der Regel werden Blogs nicht frisch gestrichen und alles ist weg!
Am 20. Januar 2006 um 13:40 Uhr
Also, so ganz unrecht hat er mit den “Klowänden” ja nicht. Viele Blogger bleiben den Beweis von Kompetenz und Relevanz schuldig. Bei jeglicher Kritik an ihrem Geschreibse proklamieren sie dann biestig die freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit. Da kann ich den Herrn von Matt schon verstehen.
Am 20. Januar 2006 um 14:01 Uhr
Die einzige Kritik, lieber IB, die Herr von Matt übt, ist die: “Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab.”
Und das ist Kritik an der Meinungsfreiheit. Und da wirds übel.
Ich weiß nicht, wie man da Verständnis für Herrn von Matt aufbringen kann?
Am 20. Januar 2006 um 14:07 Uhr
IB: schlechte Blogs werden genausowenig gelesen, wie Stammtische im Fernsehen übertragen werden.
Daher erübrigt sich das mit der Beweisführung von Kompetenz und Relevanz doch ganz von alleine.
Am 20. Januar 2006 um 15:41 Uhr
In diesem Zusammenhang habe ich mal eine Verständnisfrage, die mir vielleicht einer von euch beantworten kann.
Herr von Matt (mal vorausgesetzt die Rundmail stammt von ihm) schreibt:
“Von den intellektuellen Journalisten von FAZ bis TAZ, die ihre Meinung zwar insofern gefragt absondern als sie eine nachweisbare Leserschaft haben, aber: “Den Höhepunkt an Zynismus gewinnt die Kampagne aber in dem Fernsehspot, der Schwule und Behinderte auf dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals versammelt” (Die Zeit).”
Und jetzt meine Frage: Was stimmt denn nicht an dem Zitat aus der “Zeit”?
Man sieht in dem TV-Spot doch einen Behinderten, mindestens einen Homosexuellen und einen Menschen, den man im Volksmund wohl als Farbigen bezeichnen würde, die im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmal stehen. Das kann man zynisch finden, geschmacklos oder einfach nur dumm, aber mir ist nicht klar, was von Matt da der “Zeit” vorwirft?? Aber vielleicht bin ich auch einfach zu wenig Deutschland, um das zu verstehen?
Am 20. Januar 2006 um 16:49 Uhr
Klowand Blogbutton Bekenne Dich: “Ich bin Klowand”. Steh dazu, Inhaber einer Klowand des Internets zu sein. Nutze diesen Klowand Blogbutton:
Einfach runterladen, einbauen, Klowände im Internet beschmieren!
Und außerdem finde ich, dass es die besten Klo…
Am 20. Januar 2006 um 17:39 Uhr
Also, Gerold Braun, genau das meine ich: Wenn ich den Eintrag in einem Blog kritisiere hat das nix, aber auch gar nix mit Einschränkung der Meinungsfreiheit zu tun. Wenn man das schon übel findet, dann weiß man nicht, was eine echte Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeutet.
Am 20. Januar 2006 um 18:09 Uhr
Nee, nee. Er hat eben nicht einfach die Weblogs kritisiert. Das mit den “Klowänden” finde ich ja sogar noch lustig. Er hat die Frage gestellt:
Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?
Und die einfache Antwort lautet: Paragraph 5 des Grundgesetzes berechtigt mich.
Hätte er der Blogosphäre vernünftig ans Bein gepisst, hätte ich mich vielleicht sogar daneben gestellt ;-)
Am 20. Januar 2006 um 18:13 Uhr
Ich meine natürlich Artikel 5. Ich mach besser Feierabend.
Am 24. Januar 2006 um 17:06 Uhr
Angepisst?Die Sau durchs Dorf treiben?Da beschwert sich so ein schweizer Marketing- und Werbefritze zugegebenermaßen schlecht gelaunt über die bösen Blogger und schon fällt die deutsche Blogger-Gemeinschaft über sie her. Klar, der Typ hat eine schlechte Kampag
Am 24. Januar 2006 um 20:57 Uhr
Der Klowand Vergleich bestätigt mal wieder was er für ein genialer Texter ist, aber die Frage, was Computerbesitzer berechtigt, ungefragt seine Meinung abzusondern, ist schon ein oberHAMMER
Am 25. Januar 2006 um 11:18 Uhr
Damit der Herr von M. den Unterschied zwischen einem Blog und einer Klowand begreift, habe ich mal eine gebastelt:
sascha-kersken.de/fu...
Falls jemand ein dringendes Bedürfnis (zum Beschmieren) hat — immer gern.
Am 28. Januar 2006 um 08:41 Uhr
Ich zeichne immer noch lieber auf Papier, aber dabei kann es dann auch schon mal um Klowände und Internet gehen :-)
cartoons.manniac.de/...
Am 6. Februar 2006 um 21:11 Uhr
Hostpoint: Probleme nehmen nicht abHostpoint hat erneut Probleme mit dem Storage System von Sun meldet BloggingTom. Selbst wenn Hostpoint die Storage Lösung auswechselt wie es im Troubleticket steht, wird die Storage Lösung weiterhin von Sun sein. "Dies ist leider nicht der Fall und
Am 17. Juli 2006 um 14:34 Uhr
Peter Kabel: Ende bei den JvM-Kommunikationshelden?…
Heute reden wir über Kommunikationsprofis. Genauer gesagt über Hamburger Kommunikationsprofis. Ganz genau: Über Kommunikationsprofis, die jedem, der es hören will (allen anderen auch) erzählen, wie toll sie kommunizieren können – und wie im Verh…
Am 17. November 2009 um 11:39 Uhr
[...] als die erste Auflage der “Du bist Deutschland” Kampagne parodiert wurde (Stichworte: Jean Remy von Matt, Weblogs, Klowände, Internet), gibt es auch zur letztjährigen Kampagne gleichen Namens wieder reichlich ironische Antworten. [...]
Am 9. Oktober 2010 um 10:15 Uhr
[...] User Generated Content (“Consumer Generated Media”) liegt in der allgemeinen Wertschätzung laut Gartner unter seinem Potenzial und arbeitet sich gerade wieder zurück in das Bewusstsein der Menschen. Es leben die Klowände des Internets! [...]
Am 28. Dezember 2010 um 23:32 Uhr
[...] so angefeindet wie die Deutsche Bahn, nicht Siemens, obwohl Atomkonzern, nicht Jung von Matt, trotz Bloggerbeleidigungen, nicht die katholische Kirche, trotz dem ganzen Kladderadatsch, der da dran hängt. Nein, die Bahn. [...]