01.12.05
22:59 Uhr

Weg mit Kevin

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Über den neuen Jungen auf der Kinder Schokolade hat Patrick ja bereits berichtet. Jetzt habe ich passend hierzu eine ganz neue Art des Markenfetischismus beim Slokanmaker gefunden.
Weg-mit-Kevin – so lautet die Parole der Anti-Schoko-Boy-Partei. Hier kann man sich für bevorstehende Sünden ausrüsten mit dem Notfall Bastelset für Kevin-Gegner, denn „Grinsegesicht – esse ich nicht“ – und das mit der extra Portion Spaß. Oder wie war das?!
Und wer sonst keine weiteren Probleme hat, kann auch bei der Anti-Kevin Petition mitmachen:

Mit der Wandlung von Günter zu Kevin (der genaue Name des neuen Modells ist mir leider nicht bekannt) nehmen Sie mir ein Stück Kindheitserinnerung, ja, geradezu ein Stück Identität.
Wenn Sie Ihre Werbung für Ihre Serie der Kinder-Produkte selbst Ernst nehmen würden, in der Sie gezielt um mich als jung gebliebenen Erwachsenen buhlen, würden Sie mich nicht mit einer Veränderung des Produktdesigns der Kinder Schokolade sowie mit dem damit verbunden Raub eines Stücks meiner Identität vor den Kopf stoßen.

Achso funktioniert das mit der Werbung …

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18 Kommentare

  1. Oliver Baumgart

    Ihr werdet es mir nicht glauben: erst letzte Woche hatte ich das unglaubliche Glück, den letzten Günter aus dem Supermarktregal zu nehmen.Der lag jetzt zusammen mit Kevin 7 Tage neben dem Scanner. Zur Beweisaufnahme für die Enkel. „Früher, als Apple noch Marktanteile unter 10% hatte, da gab es mal ein anderes Gesicht auf der Kinderschokolade …“

    Übrigens sind auch deutliche typografische Änderungen an der Kevin-Schachtel zu erkennen.

  2. a

    Oliver,
    gibt es den Vergleich schon online zu sehen?

    Schönes WE!

    Alex

  3. thorstenulmer.twoday.net

    Wen mit KevinFerrero m

  4. Lene Steinmann

    Hi a!
    Bei „Weg mit Kevin“ kannst du dir den Unterschied mal anschauen…

    weg-mit-kevin.de/?si...

    Nur meiner Meinung nach gibt es an der neuen Packung auch einiges zu bemängeln. Das geht bei der unnatürlichen Linienführung los und hört beim 80er Jahre Schokoladen-schirftzug auf… Aber wat solls, schmecken muss der Klassiker – und das tut er nach wie vor.

  5. Mela-Mag - Die Schülerzeitung des MGW

    Weg mit Kevin! Nicht nur meine Wenigkeit scheint anscheinend Interesse daran zu haben, wieder den alten “Schokoboy” auf der Verpackung der Kinderschokolade zu haben.* Jetzt gibt es nämlich die passende Kampagne mit Petition und Bastelset, um den alten S…

  6. martin

    Müssen wir uns immer dem neuen beugen?

  7. anti kevin (gäbi)

    ich finde diesen neuen Kevin sooo S*hwul der mit seinen blauen Augen und dem Grinsen….
    Ich habe nicht mal einen Gunter so schade….

  8. Sebastian Arends

    Ich finde es erstaunlich, dass alle den „Du bis Deutschland“-Spot toll finden und es von nun an genau so angehen wollen. Von wegen “ […] geh runter von der Bremse […]“ und so.

    Warum wird bei einer solchen Nichtigkeit ein Tohuwabohu sondergleichen veranstaltet, als ginge es um den nächsten Weltkrieg? Wenn sich doch alle beteiligten mal bei wirklich wichtigen Themen so engagieren würden, kämen wir vielleicht wirklich mal hoch. Ist denn das wahre Leben nicht spannender und wichtiger als irgend eine Pfanne auf der Schoko-Packung? Natürlich!

    Alle wollen, dass es endlich mit Deutschland aufwärts geht, aber alles soll dabei bitte so bleiben wie es ist. Macht ihr nur.

  9. Storyblogger

    Kevin allein im Blog Und schon wieder sind sie da, die Blogger. Diesmal gehen sie auf Ferrero los – denn die Süßwarenfirma hat einfach nach 30 Jahren die Kinderschokolade einem Relaunch unterzogen. Und den bekannten Günter durch den unbekannten Kevin ersetzt. Tatsache…

  10. Stefan

    Hier sieht man wieder, wie weit die Deutschen denken können. Von wegen, die Amerikaner sind nur blöde und naiv.

    Weg mit Kevin ist gegen alle Beteuerungen der Website Betreiber, nur eine kommerzielle Scheisse. Schaut ins Impressum von weg-mit-kevin.de. Dort findet ihr zwei eMail Adressen. Wenn Ihr die darin enthaltene Domain aufruft, dann wisst Ihr wer dahinter steckt. Nur wieder Scheiss Kommerz. Und ihr seit wieder alle darauf reingefallen.

    Das ist die Firma die dahinter steckt:

    burg-eins.de

    Aufwachen Deutschland…

    Sefan

    PS Habt Ihr keine anderen Probleme?

  11. Andreas Rodenheber

    Mehr über die Initiatoren der Aktion hier. Alles ganz offiziell und ohne Umweg über die Mailaddy.

    Inwiefern das Kommerz ist, kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich versprechen sich die beiden von der Aktion Aufmerksamkeit für ihre Kommunikationsagentur. So what? Sollen sie doch, was ist daran schlimm?

    Oder hast du den begründeten Verdacht, dass es sich dabei um eine besonders raffinierte Selbstbeschuldigungs-Viral-Marketingvariante von Ferrero handelt? Ehrlich gesagt, ich glaub nicht, dass die in Frankfurt Sachsenhausen schon so weit sind… ;-)

  12. Andreas Rodenheber

    Schau dir mal die Referenzen auf der Burg-Eins-Seite an.
    burg-eins.de/referen...

    Wenn Ferrero eine Agentur mit einer Kampagne beauftragt, dann spielt die normalerweise in einer anderen Liga…

  13. bjoernhasse

    Definitiv ist Burg-Eins nicht bei Ferrero an Bord. H&K zieht hier am Strang, viel Selfmade-Mache.

    Und, klar: Burg-Eins probiert hier, Aufmerksamkeit zu generieren – vielleicht dürfen die Initiatoren am Ende bei Kerner ihre Story erzählen? ;-)
    Aber Andreas hat m.E. Recht.
    „So what?“
    Ein bisschen Eigenwerbung schadet nicht. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Jungs damit einen dicken Etat von Ferrero angeln, sehe ich nicht…

  14. volker tzschucke

    Sehr interessant, was ihr hier diskutiert. ich denke, es ist ein besonders perfider trick von ferrero, eine scheinbar ganz kleine, unspektakulaere agentur aus dem fernen chemnitz zu beauftragen, die noch nicht mal ein richtiges buero hat, weil die betreiber eigentlich noch studieren ;-)

    ist es vorstellbar, dass man einfach mal was aus spass macht? oder weil es um die gute sache geht, egal, wie ernst man es mit dieser nun nimmt? oder aus jugendlichem groessenwahn?

    angenommen, wir waeren bei ferrero – dann haetten wir sicher auch private e-mail-adressen gehabt, um das zu verschleiern.

    angenommen, wir wuerden werbung fuer uns machen wollen – warum taucht es dann so selten in den medien auf (m.e. bisher nur in der faz und sonst nirgends)? weil die journalisten alle so bloed sind und das mit der agentur nicht herausgefunden haben?

    also ihr koennt euch sorgen machen…

  15. Stefan

    Natürlich ist Eigenwerbung kein Vergehen. Wenn aber auf der FAQ Site:

    weg-mit-kevin.de/?si...

    behauptet wird, es gäbe gar kein kommerzielles Interesse, dann ist es einfach nur gelogen. Es sind ja auch schon viele darauf reingefallen. Selbst grosse Medien Unternehmen.

    Ohne Trickserei läuft in in diesem Lande wahrscheinlich gar nix mehr… Oder?

    Stefan

  16. Stefan

    @tzschucke

    Natürlich hat euch Ferrero nicht beauftragt. Logisch… Mit der Aktion wollt ihr am Schluss nur zeigen, welche guten Ideen ihr habt ( so zu sagen als Befähigungsnachweis für weitere Aufträge aus der Wirtschaft, und wenn es nur der kleine Super um die Ecke ist).

    Was mich nur stört ist die Tatsache, das Ihr in den oben erwähnten FAQ behauptet, es läge kein kommerzielles Interesse vor. Das ist nun mal „Unwahr“…

    Stefan

  17. volker tzschucke

    @ stefan

    es ist keines der grossen medien auf uns hereingefallen. in beinahe jedem der interviews – zumindest mit den grossen medien, also faz, spiegel, sueddeutsche (jetzt.de), welt, pro7, rtl – ist das thema burgeins angesprochen worden. unsere ausdrueckliche bitte in all diesen interviews – ich kann das fuer jetzt.de zum beispiel anhand der mails belegen, beim rest (weil telefoninterview) leider nicht – war, dass eben nicht burgeins in einer entsprechenden veroeffentlichung thematisiert wird, gerade um dem punkt zu widersprechen, wir wollten nur werbung fuer uns selbst machen. die meisten (alle bis auf faz, soviel ich weiss) haben sich an diese bitte gehalten, weil wir offenbar glaubwuerdig rueberbringen konnten, dass es keine beabsichtigte werbewirkung gab (und auch die faz schreibt ja keine boesen sachen, sondern thematisiert die kommunikationsagentur nur en passant).
    insgesamt ist auch weg-mit-kevin keine kampagne der art, die wir unseren (potentiellen oder aktuellen) kunden empfehlen wuerden. und grosse konzerne mit b2c-kontakten sind momentan auch nicht die art von kunden, die wir suchen.
    und mal ehrlich: weg-mit-kevin ist nu auch nicht so supitoll, dass man damit auf kundenfang gehen muesste – weder textlich, noch grafisch, noch technisch. ist grundsolide, aber nun auch nicht wirklich innovativ. faengt halt ein bisserl aufmerksamkeit fuer zweidrei wochen, aber auch nur, weil es offenbar nen gewissen zeitgeist trifft. Jedem Kunden, der deshalb zu uns kommt, muessten wir sagen: sorry, nicht wiederholbar.
    weg-mit-kevin hat also fuer uns strategisch null sinn (im gegenteil sogar negative effekte, weil sich unsere aktuellen kunden vernachlaessigt fuehlen duerfen…)
    unsere burgeins-mails stehen im impressum, weil wir ohnehin die bastelset-pdf auf burgeins liegen haben, um die traffic-kosten kontrollieren zu koennen, und so irgendwer drauf kommen koennte, ne unlautere verbindung zu sehen. da bieten wir lieber den direkten weg an.
    von daher wuerde ich dabei bleiben, dass hinter weg-mit-kevin keine kommerziellen interessen stehen…
    dass wir in gewissem masse kampagnenfaehigkeit beweisen, soll damit gar nicht abgestritten werden. aber wir bringen diese kampagnenfaehigkeit eben nicht in zusammenhang mit burgeins, sondern prinzipiell mit uns unkommerziellen privatpersonen, die auch immer mal wieder sonst ne nette idee haben, man vergleiche zum beispiel meine beitraege auf tu-chemnitz.de/phil/.... will da auch jemand behaupten, ich wollte nur kaufhof, die deutsche post, wir sind helden oder die bundesregierung zu kunden von burgeins machen?
    also ne gewisse unkommerzielle freude an solchen „guerilla“-aktionen – sei es in artikeln, sei es auf ner eigenen webseite – sollte auch den nebenberuflichen betreibern einer kommunikationsagentur vergoennt sein, oder?

    beste gruesse, volker tzschucke

    ps: wenn sich das eh zum privatgespraech entwickelt, koennen wir das auch gern per mail fortsetzen. nicht, dass wieder werbewirkung fuer uns eintritt…

  18. vm-people blog

    Kevin vs. GünterGünter – das Original
    „Weg mit Kevin“, fordern nostalgische Fans der Kinder Schokolade und protestieren mit einer Website seit Ende gegen das neue Gesicht auf der Packung. Die Initaitive hat bereits einigen Wirbel verursacht, nicht nur in der Blogosphäre

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