29.11.05
21:05 Uhr

Ist Branding versnobbt?

Instead of hiring psychologists or anthropologists to analyze their customers, companies should be true to their own core competencies. They should focus on leading, not following the consumer.

Einer von vielen sehr klugen Sätzen die Douglas Rushkoff im Interview mit Marc von Being Reasonable (derzeitiger Shooting-Star unter den Marketing-Blogs) zum Besten gibt.

Geschäftsführer und Konzernchefs haben sich zu sehr von ihren Produkten abgewendet. Die Konsumenten haben mittlerweile mehr Ahnung von den jeweiligen Produkten als die herstellenden Chefs in ihren Elfenbeinartigen Chefetagen. Statt die eigenen Dienstleistungen und Waren genauer zu durchleuchten und zu entwickeln wird mehr wert auf die Erforschung und Verwertung von Konsumverhalten gelegt. Dabei könnte es doch – wie immer auf dem Papier – so schön einfach sein.

Als Negativbeispiel wird übrigens sehr einleuchtend VW aufgeführt.

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9 Kommentare

  1. Alphager

    Aus irgendeinem Grund wertet ihr den Shopblogger als Referrer-spammer. Warum das ?

  2. Patrick Breitenbach

    1. Bitte für so etwas die E-Mail benutzen.

    2. Weiß ich nicht wie du darauf kommst.

    3. Könnte ich mir vorstellen, dass es, wenn überhaupt, an der Blogsoftware liegen könnte.

    4. Müssen wir mal Bjoern fragen.

  3. Patrick Breitenbach

    Bitte nochmal prüfen ob das Problem – wo immer es ist – weiterhin auftritt.

  4. Robert Brandl

    Es gibt eben Produkte, die sich kaum noch über deren Features differenzieren, wie z.B. Sportschuhe oder Schokolade. Hier steht mehr als alles andere das Markenversprechen (Branding) im Mittelpunkt. Die zarteste Versuchung (Milka) oder das Versprechen zu den besten zu gehören (Nike) wiegen dabei schwerer als die Produktfeatures. Gute Schuhe kann heute eben jeder.
    Daneben gibt es aber auch Unternehmen, die sich erfolgreich durch CRM differenzieren, wie z.B. Amazon oder o2. Durch kundennahe Innovation weiten diese Unternehmen ihr Markenversprechen gezielt aus und erfüllen Kundenbedürfnisse besser als der Rest. Diese Differenzierung spielt für alle Unternehmen mit direkten Kundenbeziehungen eine wichtige Rolle.

  5. kacper

    klingt alles zwar ganz cool, und wäre sicher auch einfach umzusetzen. aber erkläre das mal den kurzsichtigen “Chefs in ihren Elfenbeinartigen Chefetagen”.

  6. Cybertrinity

    @Robert: Stimmt. Kundenbindung findet heute nur noch über Indentifizierung mit dem Produkt statt. Klingt blöd ist aber so. Bei CokeCola und Pepsi zum Beispiel. Da ist die Bevölkerung ja geradezu zweigeteilt. Den Herstellern geht es ums Image. Und so schickt Coke einen hell-beleuchteten Lkw mit tausend Glühbirnen auf Trucktour durch Deutschland. Und die Tourdaten gibt es dann auch noch auf der dynamisch klingenden Seite cokefridge.de . Vom blauen Konkurrenten sind hierzulande solche Aktionen unbekannt. PR und Image ist also mittlerweile DAS Überlebenselixier.

  7. Robert

    @Cybertrinity: Gerade zum Thema Cola gibt es interessante Untersuchungen. Es wurde per Gehirnscan herausgefunden, dass sich der Imagefaktor von Coke auf einen bestimmten Bereich des Gehirns auswirkt und somit einen tatsächlichen Mehrwehrt erzeugt – sprich Coke schmeckt den Konsumenten wirklich besser, auch wenn sie blinderweise eher Pepsi bevorzugen würden. (mehr dazu im Absatzwirtschaft Markenheft)

  8. Cybertrinity

    @Robert: Der Imagefaktor wirkt sich nachweislich auf das Gehirn aus? Wahrscheinlich ist es das Rot. Die Farbe ist einfach mal anregend aufregend ;-)

  9. Anne M. Schüller

    Habe jetzt endlich die Antwort auf obige Frage in Buchform geschrieben:

    Kundennähe in der Chefetage (Orell Füssli 2008).

    Das Einstiegskapital gibt es in Form eines Management Summarys als kostenloses eBook zum downloaden und weiterleiten unter: e13.anm.biz/rw_e13v/...

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