19.11.05
16:09 Uhr

Reisende auf dem HLX-Blog, einsam

Viele von uns (auch ich) haben sich gefragt, wie stark das HLX-Blog moderiert wird oder ob es gänzlich gefaked ist.

Seit mehr als einer Woche steht nun der Eintrag “Italien: Hier auf keinen Fall hin…” unbehelligt im Blog. Wenn moderiert, dann also innerhalb recht weiter Grenzen.

Nach wie vor kommen mir viele Einträge merkwürdig getextet* vor, aber bitte, das kann täuschen. Ein Trend zeichnet sich dagegen deutlich ab. Die allermeisten Einträge auf diesem Blog bleiben einsam, Kommentare kommen hin und wieder nach dem Schema “Prima, weiter so”. Aber dass an irgendeiner Stelle schon mal eine Debatte begonnen hätte nach dem Motto “Wie kannst du diese Kneipe empfehlen, geh lieber auf der anderen Straßenseite ins xy”, konnte ich nicht feststellen. Oder habe ich was übersehen?

Wenn man unter einem Blog ein Tagebuch versteht, ist das HLX-Blog ein Reiseblog. Wenn man unter einem Blog mehr versteht (was ich damit meine, will ich nicht gebetsmühlenhaft wiederholen) ist es (noch) keins. Muss es aber vielleicht auch gar nicht. Immerhin wird man es vermutlich in absehbarer Zeit schaffen, mit dieser Art Content mehr Google-Suchanfragen zu Reisethemen auf die HLX-Site zu leiten. Dumm gedacht ist das nicht. Und teuer in der Umsetzung auch nicht. Aber bitte, schwärmt jetzt nicht alle aus und macht so was für eure Kunden nach ;-)

* Ich erinnere mich an einen Abend vor bald zwanzig Jahren, an dem ich bei Rotwein und Pizza in unserer damaligen WG-Küche saß. Ich selbst hatte gerade meinen ersten Job, Christian und Peter waren noch im Studium. Ein neuer Mitbewohner war ein paar Wochen zuvor eingezogen, Studienabbrecher und jetzt Azubi, der sich mit Anfang zwanzig durch die Berufsschule kämpften musste. Dort hatte er (natürlich) auch Deutschunterricht. Und an besagtem Abend hatte er die Hausaufgabe, eine Erzählung von Kafka zu interpretieren: Heimkehr. Ich weiß noch sehr genau, wie wir drei Germanisten grölend und prustend in der Küche saßen, um kunstvoll eine Hausarbeit über Kafka zu verfassen, deren Wording eines Berufsschülers würdig war. Ich kann mich auch immer noch an den ersten Satz unserer Interpretation erinnern. Er lautete “In der Überschrift wird etwas gesagt, was in der Erzählung gar nicht richtig passiert.” Genau nach diesem Muster getextet kommen mir einige der HLX-Einträge vor…

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  • Vroni: Ralph :-)
  • ralf schwartz: @Vroni Das war ein zustimmendes Lächeln, wie Du es auch sehen würdest in meinem Gesicht würden wir uns gegenübersitzen. Nicht immer...
  • Vroni: Was issn jetz schon wieder. Klar macht es einen Unterschied, wie man optisch und von der textlichen Ansprache an die Leut angeht. So gehts...
  • ralf schwartz: @Vroni :)
  • Vroni: Kann ja alles sein, geschenkt. Ich meinte, dass das grottenschlecht und wenig ansprechend UMGESETZT war. Wie wenn ein BWL-er unter...
  • ralf schwartz: @Vroni Und eine Website dahinterzulegen, auf der die User hätten voten können … Aber die Kosten, Print geht es gar nicht gut,...
  • Vroni: Hrhr, die W&V mal wieder. Leeres Schulheft-Papierkaro und eine Flipchart-Schrift. Kriegt man sofort die beiden Krankheiten Horror Karo-i...
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