13:04 Uhr
Werbewirkungsforschung von hinten…
… durch die kalte Küche.
Den Spot haben wir im abendlichen Werbeblock alle schon gesehen: Tusse will Typ anbaggern. Schaut, was er an Lektüre dekorativ mit sich rumträgt. Chad Kroski. Who the f* is Chad Kroski? Also ab aufs Klo, Nase pudern und mit dem Sidekick von T-Mobile nach dem Autorennamen googlen. So weit, so nett.
Inzwischen hat es Chad Kroski, die Retortenfigur aus den Marketing-Brains der T-Mobile (Saatchi & Saatchi, Frankfurt), schon zum eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht. O.k., ein Hype ist angestoßen. Alles schön und gut.
Aber mal kurz Luft holen und nachdenken: So what? Was hilft das eigentlich web’n walk? Eine aufschlussreiche Antwort hat Patrick Gruban in IT-Frontal:
Mein Kollege Joerg Stengel hat bei Google Werbung für den Begriff (Chad Kroski, Anmerkung von AR) geschaltet und konnte so sehen, dass nur 800 Suchanfragen am Tag kamen – nicht sehr viel für den massiven Mediadruck. (…) Die extra erstellte chadkroski.de ist mittlerweile nur noch auf Platz 18 bei Google zu finden.
Und Nicola Straub schreibt in shopanbieter.de
Doch virale Werbung erfordert nicht nur einen guten Trigger, sondern auch tiefes Verständnis des Webs – und der Funktionsweise von Google & Co. Und gerade hieran hat es wohl gemangelt. Zwar wurden entsprechende Websites chadkroski.de/soulmelon.de eingerichtet – aber offenbar sehr spät. Zudem zeichnen sich diese Seiten nicht gerade durch überragende Suchmaschinentauglichkeit aus.
So wenig ich den Spot mag (hat man vielleicht schon gemerkt), muss ich doch sagen: Die Kritik prallt ab – umgekehrt wird ein Schuh daraus! Ist doch prima, wenn sich die Leute mit Werbung derart auseinander setzen, dass sie sogar die Website des Anbieters übertrumpfen. So viel Involvement kann sich jeder Spot nur wünschen. Alle glücklich. Und das Date mit dem Chad-Kroski-Leser wird auch klappen.
Dass mir persönlich diese Mädchenkloflirtwelt am Allerwertesten vorbei geht, steht dagegen auf einem ganz anderen Blatt Hakle feucht. Ich bin ja schließlich nicht Zielgruppe. Oder um es mal mit larfs weblog zu sagen:
(…) daher wird der liebe Chad nicht nur zur Werbeikone der Telekom, sondern auch zur neuen Hommingberger Gepardenforelle. Albern? Ja, definitiv.
Update: Die nicht ganz unerhebliche Frage, wie Chad Dingsbums in die Wikipedia kam, stellt sich Companice.
6 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 19. August 2005 um 15:49 Uhr
Wikipedia Banging II: Chad DingsbumsNoch keine Woche alt ist der Eintrag, der die
Am 20. August 2005 um 01:49 Uhr
Manchmal hat man bei Fernsehspots den Eindruck, dass der Text erst nachträglich darüber gesprochen wurde, damit den Spot auch wirklich jeder versteht.
Am 20. August 2005 um 07:09 Uhr
Ich meine mich zu erinnern, dass der Spot anfangs ohne Voice over lief…
Am 21. August 2005 um 14:34 Uhr
Chad Kroski: Lehrstückchen Also, irgendwie ging da recht viel an mir vorbei. Offenbar hat T-Mobile eine Werbekampagne für ein Angebot aus eigenem Hause gestartet. Telefone im weitesten Sinne und so.
Dazu hat man zwei Dinge erfunden, nämlich einen Bruder von Wladimir Kiminer …
Am 23. August 2005 um 02:21 Uhr
Chad Kroski & SEO-VersäumnisseChad Kroski ist ein fiktiver Bestsellerautor, der einem Werbespot des Mobilfunkbetreibers T-Mobile entsprungen ist. Der Werbespot lief im deutschen Fernsehen erstmalig am 1. Juli 2005. In einer Bar lernen sich die beiden Singles Anna und Steve kennen. …
Am 24. August 2005 um 16:23 Uhr
Das Vorgehen von T-Mobile gegen die .com-Domain ist lächerlich.