09.07.05
12:37 Uhr

1 plus 1 ist 3? Versteh ich nicht!

Mal wieder ein echter Erfahrungsbericht aus der Welt der Kundenunfreundlichkeit und dem alles verschlingenden schwarzen Service-Loch.

Kurze Vorgeschichte: Ich wurde auf die massive Werbekampagne von dem Internet Service Provider Hinz&Kunz (Name clevererweise von Redaktion geändert) aufmerksam, die Leute dazu auffordert, ihren bisherigen Provider sofort zu verlassen. Bei ihnen wäre man viel besser aufgehoben und alles sei viel schneller, günstiger und einfach kuscheliger.

Ich persönlich habe mich nicht darauf eingelassen, denn ich bin mit meinem derzeitigen Anbieter inkl. Telefonflat bis auf ein paar anfängliche Schwierigkeiten sehr zufrieden. Aber einigen meiner Familienmitglieder empfahl ich den ach so wohlklingenden Wechsel zu Hinz&Kunz und es wurde ganz fix der Vertrag abgeschlossen (Ich wunderte mich noch warum man mit Blut unterschreiben musste). Bestellt wurde schließlich das DSL-Paket, mit dem man auch via Voice over Ip (inkl. Flatrate) telefonieren kann. “Das ist besser als ISDN”, preiste man großspurig auf der Website des Anbieters an. Natürlich verlannlasste diese Aussage zur sofortigen Kündigung des bisherigen, viel teureren ISDN-Anschlusses. Mit großer Freude erwartete man die baldige Umstellung um das kostengünstigere Telefon- & Surfvergnügen. Doch dann…

… ein paar Wochen später: Der neue Provider schickt Gerät und Zugangsdaten wie versprochen. Es wird ausgepackt und eingestöpselt, “wie Weihnachten” jauchzte es irgendwo im Raume, doch wie konnte man jetzt nochmal telefonieren? Wo kommt das Telefon nochmal rein? Mist, es fehlt irgendwie noch ein Anschluss. Also schnell die Service-Hotline anrufen, langsam auf einen Mitarbeiter warten, der einem dann sagt:

“Sie haben das falsche Gerät bestellt. Dieses Gerät ist das DSL-Modem ohne Telefonfunktion”.

“Nun gut”, lautet die verdutzte Antwort, “dann schicken Sie mir doch einfach das richtige Gerät”.

“Nein das geht natürlich nicht. Sie haben ja das Gerät schon ausgepackt. Das können wir nicht zurücknehmen. Sie können sich höchstens das neue Gerät für -es waren über 200€- kaufen.” trällert es puppenhaft am Ende der anderen Leitung.

Die Stirn in Dünen legend versucht man zu kontern: “Ich kann mir aber gar nicht vorstellen das falsche Gerät bestellt zu haben, schließlich habe ich eine Telefon-Flat mitbestellt und da braucht man doch sowieso dieses bestimmte Gerät, wieso sollte ich mir denn das andere zulegen.”

Kurzes Knacken in der noch vorhandenen ISDN-Leitung unterbricht die unheimliche Stille, “Keine Ahnung. Jedenfalls haben Sie das falsche Gerät bestellt und wir können es nicht umtauschen, sie haben die Möglichkeit sich dieses Gerät zum Normalpreis zu kaufen.” Diabolisches Lachen (Übertreibung der Redaktion) und Ende des Gesprächs.

Nun muss man dazu sagen, dass nicht ich dieses Gespräch geführt habe, denn sonst wäre es in eine etwas andere Richtung verlaufen. Meine einschlägigen Erfahrungen mit Telefon- und Internetprovidern haben mich zu einem Kunden aus Granit geformt, unfähig zur Empfindung jeder Art von Gefühlen, der sofort Cyborghaft anfängt mit großen Kieselsteinen zu werfen. Ich wurde also lediglich bei diesem Fall nur als familiärer Consilieri hinzugezogen und habe auch übrigens die Online-Bestellung persönlich ausgeführt und ich könnte schwören, dass ich das richtige Gerät bestellt habe. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollte sich Hinz&Kunz mal ihren Bestellvorgang auf ihrer Website genauer zu Gemüte führen. Schliesslich würde ich mich nicht unbedingt als Internetneuling einstufen. Völlig egal, denn selbst wenn ich Mist gebaut hätte, so könnte ich doch trotzdem auf einen Umtausch des Gerätes pochen, oder sehe ich da etwas falsch? Gibt es nicht so etwas wie ein 14-tägiges Rückgaberecht? Und was soll das heißen “Wenn das Gerät erstmal ausgepackt ist, können wir es nicht mehr zurücknehmen”? Wie sollte man denn sonst herausfinden dass es das Falsche ist? Fragen über Fragen die ich nach kurzer Zeit zumindestens spekulativ beantworten konnte.

Es wurden E-Mails versendet, weitere Telefonaktionen gestartet und ein saftiges Einschreiben verschickt, bisher leider ohne Reaktion. Auf der Internetseite von Hinz&Kunz fand man in der Zwischenzeit übrigens nicht den Hauch einer Spur von dem besagten DSL-Modem ohne Telefonfunktion.

Oh, hatte ich schon erwähnt, dass die Telefonflat bis heute trotzdem vom Konto meines geliebten Familienmitgliedes abgebucht wird; dass man gezwungen war wieder zum alten Telefonanbieter reuevoll und mit einem Bündel Scheinchen zurückzukriechen, um überhaupt wieder telefonieren zu können?

Doch zurück zu meinen spekulativen Antworten auf die Mysterien von Hinz&Kunz.
Fast zeitgleich hat sich ein anderes Familienmitglied ebenfalls auf den gleichen dunklen Pfad der Hölle begeben. Man wollte das all zu verlockende Angebot, viel besser und günstiger als ISDN zu telefonieren, nutzen und schlagartig wurde der alte Anbieter verraten & verlassen.

Um es kurz zu machen: Diesmal wurde nicht das falsche, sondern gar kein Gerät geliefert. Man konnte auch nicht sagen wann dieses Gerät kommen wird und wann man infolgedessen also wieder telefonieren und ins Internet gehen kann. Hervorragend!

Daher habe ich nun folgende Theorie ausgeklügelt: Zu dem Zeitpunkt wo die erste Bestellung stattfand, gab es bereits keine Modems mit Telefonfunktion mehr. Um jedoch wenigstens DSL anbieten zu können, verschickte man die alten Modems ohne Zusatzfunktion (die eh keiner mehr braucht) und veranlasste die armen Hotline-Vorhöllen-Mitarbeiter dazu alles abzustreiten und bloß nicht auf Umtauschaktionen einzugehen, koste es was es wolle. (Eine Telefondame konnte man nämlich schon fast exorzieren – Sie meinte man solle doch das alte Gerät zu ihnen schicken und der engste Führungszirkel würde sich dann beraten, was daraufhin geschehen soll. Nein vielen Dank!).

Das sind natürlich nur alles bloße Verschwörungstheorien und ich würde niemals wagen dies als Fakten darzustellen, aber ich höre in vielen Dingen einfach auf meine Intuition, die ebenfalls in der harten Schule der Telekommunikationsunternehmensreibereien geschliffen wurde.

Übrigens das Ergebnis aus dem zweiten Fall kann gar nicht deutlicher ausfallen:

Hinz & Kunz Internet Co KG
Algendorfer Str. 666
D-66600 Mutabor
Stornierung meiner Beauftragung

Sehr geehrte Damen und Herren

hiermit storniere ich die durch mich durchgeführte Beauftragung an Ihr Unternehmen.
Die Stornierung umfasst alle an sie unter meiner Kundennummer ergangenen Aufträge
.
Kundennummer: xxxxxxx
Auftragsnummer: xxxxxx
(…)

Zur Begründung

Der Service und die durch ihr Haus erbrachte Dienstleistung ist grottenschlecht, nach Schulnoten müsste ich ein Ungenügend vergeben.

Sie bewarben nachweislich auf ihrer Homepage Produkte die sie nicht oder zur Zeit nicht liefern können.

Nachdem mir die xxxxxx meinen ISDN Anschluss in einen analogen Anschluss gewandelt hat war es meine Absicht über ihre xxxxx-Box mit meinen ISDN Telefonen zu telefonieren. Zu diesem Zweck hatte ich sie darüber hinaus beauftragt meinen xxxxx-Anschluss mit zu erhöhender Bandbreite zu übernehmen.
Dieses führte im Ergebnis dazu, das ich aufgrund ihres nicht liefern, telefonisch nicht erreichbar war und mir um überhaupt wieder telefonieren zu können, ein Analogesendgerät besorgen musste.

Darüber hinaus erging an sie der Auftrag für eine DSL Flat.

xxxxxx wollte meine Flat bereits zum 05.07.2005 abschalten, mit dem Ergebnis das ich zwar über einen gebührenpflichtigen DSL Anschluss verfügt hätte diesen aber nicht hätte nutzen können da sie mir die Zugangsdaten zu ihrer Flat nicht zur Verfügung stellen konnten oder wollten.

Daraufhin konnte ich bei xxxxxx erreichen, dass der Abschalttermin für meine Flat auf den 28.07.2005 verschoben würde.

Aber selbst diesen Termin konnte und wollte mir ihr Haus nicht bestätigen, so dass ich im Ergebnis dank meiner Beauftragung an ihr Unternehmen ohne Telefonische Erreichbarkeit und ohne Internet dagestanden wäre.
Mein Angebot dann doch mit ihren Zugangsdaten aber meiner Hardware weiterzusurfen wurde abgelehnt, da sie die Zugangsdaten nur mit Hardware versenden würden.

Darüber hinaus kann man die Möglichkeit mit ihrem Service zu telefonieren als reine Katastrophe bezeichnen.
Nicht nur das man mehr als 50% seiner Zeit in obskuren Warteschleifen verbringt (ich geh mal davon aus das auch diese bereits gebührenpflichtig sind, was ich dann als Abzocke einstufen würde ) um dann unqualifiziert abgefertigt zu werden.
Ihr Service verdient diese Bezeichnung nicht. Ich gehe davon aus mehr als 40 Minuten mit unkonkreten unverbindlichen kostenpflichtigen Gesprächen verbracht zu haben.

Bei Hinz&Kunz gibt es niemanden der sagt wir können ihr Problem verstehen und werden versuchen Abhilfe zuschaffen. Wir kümmern uns darum und werden mit ihnen in Verbindung treten.
Wer sich auf Hinz&Kunz verlässt ist verlassen.

Die Krönung ist das ihr Haus als Anbieter rund ums Internet nicht mal die Möglichkeit geschaffen hat berechtigte oder unberechtigte Kritik per E-Mail loszuwerden.
Vermutlich setzen sie darauf das möglichst hohe Hürden ihre Kunden bereits im Vorfeld resignieren lassen.
Es gibt bei ihnen die Möglichkeit alles über das Internet zu buchen, aber nicht dieses auch wieder übers Internet loszuwerden. (zb Stornierung)

Sie haben Verständnis das ich aus Platzgründen hier nur die Highlights meiner Erfahrungen mit ihrem Unternehmen schildern konnte. Obwohl ich eh nicht glaube das bei ihnen Kundenzufriedenheit eine Kernkompetenz ist.
Dieses wird mir durch Austausch im Internet ständig bestätigt.
Ich verlange, das sie mir meine Stornierung unverzüglich mindestens per E-Mail bestätigen werden

Mit freundlichen Grüßen

Ein unzufriedener Kunde

Der alte DSL-Anbieter hat übrigens daraus auch schon Konsequenzen gezogen, er bietet nun den verbitterten, ehemals gefallenen Engeln die gleichen Konditionen wie die Höllenhunde von Hinz&Kunz an.

Also liebe Herde, bitte nicht weglaufen! Man kann doch über alles reden!

Wenn sich übrigens Hinz&Kunz nun zufällig angesprochen fühlt, so bin ich zu Verhandlungen gerne bereit, allerdings diesmal zum Vorteil des Kunden.

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23 Kommentare

  1. Matthias

    Ah, gut, dass zu lesen. Hatte ja eigentlich auch vor, Hinz&Kunz meine neue Wohnung mit DSL&Telefon versorgen zu lassen.

    Erstaunlich, dass die XXXXXXX inzwischen beinahe das kundenfreundlichste Unternehmen in der Branche ist. Wenn die nur nicht immer 20 getrennte Rechnungen schicken würden…

  2. Stefan

    Ach war das schon bei Hinz & Kunz, lange bevor sie begonnen haben die Massen als Kunden zu endecken. Seitdem lässt der Service zu wünschen übrig. Hinz & Kunz Bestandskunden, die vom alten DSL-Tarif auf den neuen wechseln wollen dürfen nochmal eine Gebühr von 99 EUR bezahlen, ist das nicht nett. Gottseidank werden nur DSL-Kunden wie Dreck behandelt, bei den Hosting Paketen ist alles zu meiner Zufriedenheit.

  3. Klaus Hintze

    Habe überlegt, ob ich mit meinem Namen überhaupt ein Statement abegeben soll ;-)

    Ich bin Kunde des obigen Unternehmens. Warte als Bestandskunde allerdings auf die neuen DSL-Varianten :-(
    Bisher, muss ich ganz klar sagen, wurde ich bei Hinz&Kunz besser bedient als bei XXXXXXX.
    Vielleicht war’s Glück – wer weiß … *seufz*

  4. Tom Langel

    Hast du das Schreiben wirklich so abgeschickt? Ziemlich viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Oder hat das ein Anwalt aufgesetzt? *SCNR*

  5. Patrick Breitenbach

    Nein ich habe weder selbst das Schreiben aufgesetzt noch abgeschickt. Ich habe den Brief so zitiert wie ich ihn auch bekommen habe.

    Dürfen etwa nur Anwälte und Lektoren Briefe aufsetzen? ;-)

  6. Tom Langel

    Wenn ich so einen Brief von einem Kunden bekomme, würde ich den auch weiterhin verarschen… ;-)

  7. Patrick Breitenbach

    Schade.
    Mit dieser Einstellung wird ein Unternehmen, das den Großteil der Bevölkerung bedienen darf und darauf angewiesen ist eine stabile Marke auszubauen, wohl langfristig den Bach runter gehen.

  8. Tom Langel

    Hinz&Kunz ist auch ‘nen Saftladen… :)

  9. petra

    Hallo Herr Langel,
    Berufswunsch Deutschlehrer verfehlt?
    Herzlichen Glückwunsch zum Klugscheißer hats ja gereicht!

  10. Catweasel

    Wenn man bedenkt, wer die Mutterfirma von Hinz&Kunz ist, dann wird schnell klar, warum der Service bei BMX ebenfalls so lau ist. Einzige Ausnahme, imho, ist Depp.de. Da stimmt (noch) der Service, man bekommt nach einem Gespräch ne Mail mit Namen des Gesprächspartners und darf dann auch gleich ein Kundenzufriedenheitsvoting machen – wenn man mag.

  11. Manuel Fritsch

    warum zensiert ihr euch denn freiwillig? wie uncool ;)

  12. Martin Oetting

    Ich verstehe nicht so ganz, warum Ihr den Namen nicht nennt?

  13. Anonymer Blog Beobachter

    Hinz & Kunz –> 1 & 1
    xxxxxx –> Telekom

  14. Patrick Breitenbach

    Jeder weiß doch wer gemeint ist – jetzt ja sowieso, ich lass mir eben ungern ans Bein pissen. Siehe auch hier (wobei dort der Fall noch etwas anders liegt)

  15. Pöbler

    Mh, habe beim Umzug in den Süden auch den Hinz & Kunz-Service gewählt, da mein bisheriger (Arcor – sehr zufrieden) hier nicht lieferbar ist. Bisher muss ich sagen, alles Bon. Allein, wenn man darüber nachdenkt, dass 12 Minuten mit der hotline über 11 Euro kosten, nur um festzustellen, dass ich die Bedienungsanleitung nicht bis zu Ende gelesen hatte, aber Bestellungen selbstredend über 0800 laufen: Abzocke. Die Fritz WLan 7050 hat auch nicht die Reichweite, die ich mir gewünscht hätte, aber was soll’s.

  16. Daniel

    @Patrick: Ich finde die freiwillige Zensur nicht in Ordnung. Was ist, wenn jemand Hinz&Kunz als Strato interpretiert? Gerade bei Erfahrungsberichten sollten man den Namen nennen, man muss ja nicht einen Link setzen. Bei solch einer Verschleierungstaktik habe ich als Leser auch oft das Gefühl, dass der Autor stark übertreibt und sich so Ärger ersparen will. Gut recherchierte oder geschriebene Artikel sollten da auch das Kind beim Namen nennen (siehe Jamba und Spreeblick).

  17. Patrick Breitenbach

    @Daniel:
    Ich finde es liegt immer noch im Ermessen des Autors ob er den richtigen Namen nennen möchte oder nicht. Desweiteren bin ich davon überzeugt dass das Unternehmen eindeutig erkannt wurde. Allein an der Überschrift kann man auf alle Fälle erkennen um welches Unternehmen es sich handelt. Vielleicht möchte ich auch keinen so großen Wirbel erzeugen wie er bei Spreeblick entstanden ist. Es ist meine private Meinung ich habe keinen Aufklärungsauftrag. Das hier ist nur ein Weblog. Von daher behalte ich es mir vor wann und wie ich mich SELBST zensiere. Von einer Zensierung von außen halte ich nämlich überhaupt nichts. Ich hoffe damit ist das Thema Selbstzensierung abgehakt, desweiteren glaube ich an die Cleverness unserer Leser, die das Unternehmen sowieso in den Kommentaren entlarven und das finde ich auch in Ordnung und setze da ja auch keinen Zensus an.

  18. Sonja

    Hallo Patrick,

    zu Deiner Frage zu den Rückgaberechten bei über das Internet abgeschlossenen Verträgen: §§ 312 b und d BGB.

    Liebe Grüße,
    Sonja

  19. Tom Langel

    Hallo petra,

    Ich weiß ja nicht… man wird immer schnell als “Klugscheisser” hingestellt, dabei ist es doch keine Schande, fehlerfrei einen Brief aufzusetzen, wenn sich alles und jeder über Pisa und den schlechten Bildungsstand in Deutschland aufregt? Also entweder… oder…

  20. fridolin

    Mittlerweile weiß ja der letzte Trottel, dass es sich hier um die Firma 1&1 aus Montabaur handelt.

    Noch haben wir ja in Deutschland das Recht der freien Meinungsäusserung, so wie es im Artikel 5 des Grundgesetzes verankert ist.

    Das gilt auch für Tatsachenbehauptungen, sofern sie der Wahrheit entsprechen und sich auch tatsächlich so zugetragen haben.

    Meistens allerdings verfügen die Blogger nicht über soviel Rechtssicherheit um beurteilen zu können, was sie dürfen und was nicht. Damit unterscheiden sie sich in gewisser Weise von den professionellen Journalisten. Leider, auch das muss man sagen, werden die Blogger durch die sogenannten Abmahnanwälte, richtiger müsste es Abzockeranwälte heissen, stark verunsichert was noch rechtens ist und was nicht, ein Effekt der durch die Kampagnen dieser Winkeladvokaten erwünscht ist.

    Einen gut recherchierten Beitrag ins Netz zu stellen ist auch heute nicht gefährlicher als bei”Grün” über die Strasse zu gehen.

  21. Landwehr

    Hallo Leute,

    mit Hinz und Kunz habe ich auch so meine negativen Erfahrungen gemacht. Mir wurde die günstige Telefonflat am Telefon zu meiner DSL-Flat verkauft. Hörte sich alles sehr gut an. Nur leider vertägt sich die neue Hardware nicht mit der Alten. Eigentlich kein Problem, so dachte ich, klicke ich die Telefonflat einfach im Kundencenter weg, sowie es mir angepriesen worden ist. Leider mußte ich feststellen, dass dieses nicht möglich ist. Nanu, da wurde ich doch glatt belogen und beschissen! Jetzt habe ich quasi eine Telefonflat die ich nicht nutzen kann, da Ihre Wunderhardware dochnicht so wundersam ist.
    Also muß vielleicht doch ein anderes Mittel her, drohen und so, mit Anwalt natürlich (erstmal :-) ). Also griff ich doch zum Hörer und rief diese super teure Servicenummer an. Kurz war ich sogar freundlich, dann konnte ich meinen Ärger doch nicht verbergen,…, habe schließlich mit Anwalt gedroht. Und was macht diese Rotzgöre? Wird richtig frech und sagt mir, dass ich mit Erhalt der ersten Rechnung dem Vertrag zugestimmt habe. Das hörte sich dann alles sehr nach Nepper, Schlepper und Bauernfängern an.
    Na, was werde ich jetzt wohl machen? Schauen wir mal, ob sich die Anstrengung mit dem Anwalt lohnt.
    Meine Bitte ist nur der, laß uns diese böse Art von Unternehmen zusammen ausbluten. Daher mein Appell, kauft nichts bei diesen Betrügern. Ein bisschen moralischen Anspruch sollte jeder haben. Und außerdem kann sich Hinz und Kunz dann ganz der Hauptbeschäftigung des Segelns widmen.

    MfG

  22. Romeo

    Da ist Strato im Vergleich zu 1&1 leider auch nicht besser. Nachdem man dort irgendetwas gekündigt hat, egal ob DSL oder Domainpaket, bekommt man keine Antworten mehr auf seine Mails, auch wenn der Vertrag noch mehrere Monate weiter läuft und bezahlt ist. Soweit zum Liefern bezahlter Leistungen bei solchen Unternehmen.
    Hat jemand mit solchen Firmen auch mal positive Erfahrungen, was Kundenfreundlichkeit angeht?

  23. Morpheus

    Meine Erfahrung mit SERVICE und Kundenfreundlichkeit bei Telefonanbietern sind derart, dass ich mir das ganze Telefon, DSL, Modem Zeug nur noch vom Kundendienst installieren, freischalten und in den Rechner stöpseln lasse. Man zahlt zwar 70 Euro für den Service, hat aber keine weiteren Probleme. Das ist ein Erfahrungswert, der einem viel Ärger, Zeit und Geld ersparen kann.

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