16.03.05
14:08 Uhr

Gegen die Windmühlen der Müller

Der Kampf gegen genmanipulierte Milch (Milchherstellung mit genmanipulierten Pflanzen) wird nun auch auf den Marketingpartner ausgeweitet. Aus Anlass zur neuen Müllermilch-Kampagne zur Einführung der neuen PET-Flaschen fordert Greenpeace den Verbraucher auf die aktuelle Kooperation zwischen dem Backriesen Kamps AG und der Müller AG zu boykottieren. Bei der Aktion erhält man beim Kauf von 3 Croissants eine Flasche Müllermilch kostenlos.

Zitat aus dem Greenpeace-Einkaufsnetz-Newsletter:

Wir sind der Meinung, dass sich die Kamps AG, wenn ihnen das Qualitaets-Image wirklich am Herzen liegt, solche Promotionspartner meiden sollte.
Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, teilt Kamps mit, dass Ihr keine Muellermilch wollt, auch nicht geschenkt. Hier die E-Mail-Adresse: kundenservice@kamps.de
Mueller sollte spueren, dass Verbraucher seine Produkte nicht
moechten, auch nicht ueber den Umweg des Croissant-Kaufs.

Derweil wurde Müller Milch-Chef Theo Müller zu einer Geldstrafe verdonnert weil er gemeinsam mit seinem Werkschutz Anti-Genfood-Demonstranten verdroschen hat.

Komisch eigentlich dass der Dieter aufgrund dieser Aussage von Müller gefeuert wurde.

via E-Mail von Clemens Weimer – Vielen Dank!

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9 Kommentare

  1. Andreas Rodenheber

    Und was wird jetzt aus Klinsmän ? ;-)

  2. Joanna

    Ich wusste gar nicht, daß MüllerMilch sich hier so gegen die Mehrheit der Verbraucher stellt. Ob der finanzielle Gewinn durch die “Genmilch” wirklich den – nicht unerheblichen – Imageverlust ausgleicht?

  3. Patrick Breitenbach

    Ich denke schon, denn es wird einfach nicht tief genug im Bewusstsein der Verbraucher sein. Solche Kunden-Boykotts sind meistens nur minimal und von kurzfristiger Natur.

    Auf das Image hat Müller übrigens schon immer ge…pfiffen. Denn es ist nicht das erste mal dass der Milchkonzern in der Schusslinie von Umwelt- und Verbraucherschützern steht.

    Ich hatte vor einem Jahr auch mal ein Interview mit dem Chef des Hauses im Spiegel gelesen. Darin beschrieb er seine Steuerflucht in die Schweiz, gleichzeitig wolle er aber deutsche Subventionen kassieren. Das war unter aller Sau und ich habe mir geschworen von da ab keine Produkte mehr aus seinem Konzern zu kaufen. Hat natürlich nicht lange angehalten zumal dem ja auch noch andere Marken gehören wie Weihenstephan etc.

  4. Pepe

    Nachstehender Text wurde mir zugespielt (natürlich bin ich mit dem Inhalt gar nicht einverstanden)

    Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das
    liegt in Bayern, also ganz im Süden.

    Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht wer-den. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

    Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen
    dafür Werbung gemacht hat.

    Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.

    Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

    Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben,
    unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man
    nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller
    einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.

    Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der
    Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.

    70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld.
    Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

    Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
    Hurra, Herr Müller.

    Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

    Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land
    Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein
    Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.

    Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

    Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich
    weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon
    seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die
    schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in
    Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen
    haben ihre Arbeit verloren.

    Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

    Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschen-rechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeits-platz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

    Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
    Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

    Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass
    es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.

    Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wur-den. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter.
    Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und se-hen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe.
    Da spart er was, der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

    Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen,
    dass man so etwas einfach nicht tut.

    Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die
    Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben
    stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden
    vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff “soziale
    Verantwortung” noch eine Bedeutung hat.

  5. Der Shopblogger

    FruchtalarmAlois Müller betreibt gerade mal wieder Psychoterror in Form eines Werbespots auf POS-Radio.

    Sehr nervtötend, der Spot.
    Und ein weiterer Grund, Müller-Produkte zu meiden.

  6. vb-208

    Gebt doch bitte die Liste der EG-Nummern z.B. BY-*** an, damit man auch “Tarnprodukte” ALDI, LIDL, PLUS meiden kann.

  7. justus

    schau mal da:
    greenpeace.de/themen...

  8. Hulios denken

    Kein KommentarDa Ben derzeit ein Problem mit den Kommentaren in seinem Block hat (sein Spam-Filter lässt NICHTS durch, er will ihn aber nicht ausschalten), veröffentlich ich mein geplantes Kommentar halt hier, als eigenen Eintrag.Ist zwar fast nichts, aber we

  9. 5-Finger-Blog von Hollii » Müllermilchs Herr Müller

    [...] im Opusforum Desweiteren gibt es auch beim Werbeblogger einen Beitrag dazu. – - – Eingetragen am: Freitag, 20. Januar 2006 um 20:04:52 Uhr Kategorie(n): Planet Erde, [...]

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