14:21 Uhr
Sympathische Marke
Ich möchte diesem Eintrag nicht noch ein Edit hinzufügen und komme deshalb hier der Chronistenpflicht nach, darauf hinzuweisen, dass selbstverständlich auch eine der großartigsten Werbekampagnen, die Deutschland je gesehen hat, mit einem speziellen Motiv zum Frauentag glänzte.
Das Motiv an sich wäre mir keine Erwähnung wert gewesen, da es keine wirkliche Steigerung zur Perfidie des ersten Flights enthält. Aber der Webtext auf bestem BILD-Niveau, den ich erst jetzt gelesen habe, gehört unbedingt auf die Roll of Honour:
Die Notwendigkeit, Raubkopiererinnen ihr illegales Tun zu verdeutlichen, zeigt ein besonders drastischer Fall aus Ostfriesland. So besserte Frau K. ihre Sozialhilfe durch den Handel mit Raubkopien auf; zum Beispiel konnten bei ihr aktuelle Filme problemlos bestellt werden. Ein Handel, der wohl einträglich gewesen sein musste: Aufgedeckt wurde der Fall, als die Raubkopiererin ihr BMW Cabrio veräußern wollte, die Stadtverwaltung daraufhin ihre Lebensumstände noch einmal überprüfte und dabei den illegalen Handel entdeckte.
Neid, Angst und Tränen. Ich verbuche das hier ganz bewusst unter der Rubrik “Branding” und überlege es mir dreimal, ob ich demnächst mal wieder ins Kino gehe. Ich mag nun mal keine Kundenbeziehungen, die auf Drohungen beruhen.
Schließen möchte ich mit einem Wort von Gerold Braun: Kleingeister.
2 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 15. März 2005 um 15:22 Uhr
Vor allem gehen Beispiel wie auch Slogan doch völlig am Thema vorbei. Daß gewerbsmäßiges Raubkopieren verfolgt werden muß, darüber gibt es, glaube ich, durchaus einen gesellschaftlichen Konsens. Und auch darüber, daß dafür bis zu fünf Jahre Haft verhängt werden können.
Für privates Kopieren gilt das nicht. Viele der Fälle, die die Filmindustrie gerne verboten sähe und als vermeintlich verboten anprangert, sind sogar ausdrücklich erlaubt, z.B. das Kopieren von Film-DVDs im Freundeskreis, solange kein Kopierschutz umgangen wird.
Ins Kino gehe ich auch nicht mehr, schon allein weil ich daheim einen Beamer und eine Surroundanlage habe, da brauche ich mich nicht auch noch im Kino beleidigen zu lassen. Wie lange ich noch Original-DVDs kaufe und miete, hängt auch ganz davon ab, ob es die Filmindustrie jetzt zur Gewohnheit werden läßt, wie auf meiner “Mindhunters”-DVD 8 (!!) Werbetrailer und einen “Raubkopierer sind Verbrecher”-Trailer vorzuschalten.
Am 15. März 2005 um 19:36 Uhr
Als Problem sehe ich aber nicht das generelle Vorschalten dieser Trailer, sondern das Zwangsabspielen selbiger. Bei vielen neueren DVDs lassen sie sich zu Beginn nicht mehr überspringen und man ist mehr oder minder gezwungen zu zuschauen. :-/