14:50 Uhr
Nachlese: Guerilla Marketing Kongress
Leider bin ich erst sehr spät in Köln angekommen. Dennoch erhielt ich den Eindruck eines gut organisierten Kongresses mit interessanten und weniger interessanten Vorträgen. Einige Referenten schienen ja nach Aussagen anderer Kongressteilnehmer rein gar nichts rübergebracht zu haben. Leider (oder zum Glück) habe ich von diesen besagten Vorträgen nichts mitbekommen.
Michael Böhm präsentierte eigentlich ausschließlich seine eigene Agentur (haben denke ich alle Referenten exzessiv getan) und deren großartigen Taten im Bereich Guerilla-Marketing, wobei diese sich meist kaum von Events unterschieden. Seine Kernbotschaft hat mir aber dennoch gefallen: Nach der Inszenierung muss eine weitere Inszenierung folgen und Guerilla-Aktionen sind nicht “mal eben” umsetzbar. Aber im Grunde genommen keine wirklich neuen Erkenntnisse.
Um Längen besser haben sich da die beiden vm-people Chefs Michael Zerr und Thomas Zorbach präsentiert. (Thomas Zorbach hat mich übrigens witzigerweise sofort aufgrund der Wespenstichportraits erkannt) Bei ihnen stand die eigene Agentur zunächst nicht zu sehr im Vordergrund. In sehr unterhaltsamer Art & Weise und mit Hilfe des Bullshit Bingos wurde einem die Angst vorm viralen Marketing genommen. Kernaussagen waren unter anderem: “Virales Marketing ist nicht planbar, aber navigierbar” – Und unter diesem Motto wurden klassische Marketer bewusst kontrovers als “Marketing-Stalinisten” eingestuft, welche jede Marketingaktion genaustens kontrollieren wollen. Wieso bewusst kontrovers? Weil dies genau der zweiten Kernaussage ihres Vortrages entsprach, nämlich dass es ohne Gegner auch keine echten Fans von Produkten geben kann. Um virale Kampagnen zu pushen sollte man auch entsprechend die zugehörige Kontroverse schüren. Übrigens der einzige Vortrag der überhaupt das Thema Weblog als Marketing-Instrument angeschnitten hat. Wäre somit gleichzeitig ein guter Beitrags-Vorschlag für den nächsten Kongress: “Wie nutze ich Weblogs erfolgreich als Marketinginstrument”
Bleibt noch abschließend zu sagen, dass ich endlich einmal einige Blogger in Fleisch und Blut erleben konnte. So hat es mich sehr gefreut endlich mal Bernd Röthlingshöfer persönlich zu treffen (der sich witzigerweise zuvor zufällig mit meiner Chefin unterhalten hat und sie irgendwann über das Thema Weblogs auf mich zu sprechen kamen). Ebenso traf ich Nico Zorn und überraschender Weise auch Martin Röll (den ich nie und nimmer erkannt hätte). Eine treue Leserin hat sich auch in unsere kurze kleine Blogger-Runde gesellt. Allerdings konnte ich mir ihren Namen leider nicht merken (Schäm dich Breitenbach), aber vielleicht meldet sie sich ja selbst per Kommentar und schildert uns auch nochmal ihre Eindrücke vom Kongress. Bei den anderen Jungs gehe ich mal davon aus dass in nächster Zeit Blogbeiträge zum Kongress und der abendlichen Blogger-Runde folgen werden.
9 Kommentare
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- Vroni: Ralph :-)
- ralf schwartz: @Vroni Das war ein zustimmendes Lächeln, wie Du es auch sehen würdest in meinem Gesicht würden wir uns gegenübersitzen. Nicht immer...
- Vroni: Was issn jetz schon wieder. Klar macht es einen Unterschied, wie man optisch und von der textlichen Ansprache an die Leut angeht. So gehts...
- ralf schwartz: @Vroni :)
- Vroni: Kann ja alles sein, geschenkt. Ich meinte, dass das grottenschlecht und wenig ansprechend UMGESETZT war. Wie wenn ein BWL-er unter...
- ralf schwartz: @Vroni Und eine Website dahinterzulegen, auf der die User hätten voten können … Aber die Kosten, Print geht es gar nicht gut,...
- Vroni: Hrhr, die W&V mal wieder. Leeres Schulheft-Papierkaro und eine Flipchart-Schrift. Kriegt man sofort die beiden Krankheiten Horror Karo-i...
- Daniela über die Arbeitszeit: Mit dem Alter werde ich immer tagaktiver… Während ich in meiner Schulzeit zwischen 8 und 16.00 (Schule) in...

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Am 12. März 2005 um 16:53 Uhr
Hallo Herr Breitenbach,
sorry, dass ich persönlich nicht die Zeit gefunden habe Sie auch mal persönlich kennen gelernt zu haben. Der leidige Stress mit einem Kongress!!!
Immerhin konnte ich ein paar Wort mit Nico Zorn und auch Martin Röll wechseln. Hat mich wirklich sehr gefreut beide Herren einmal persönlich zu treffen.
Die Idee mit dem Vortragsthema zu Blogs als Marketinginstrument steht schon auf meiner Ideenliste für das nächste Jahr. Wir suchen hierzu noch einen guten Referenten .-)
Besten Gruß
Thorsten Schulte
Am 13. März 2005 um 16:19 Uhr
“Michael Böhm präsentierte eigentlich ausschließlich seine eigene Agentur (haben denke ich alle Referenten exzessiv getan) und deren großartigen Taten im Bereich Guerilla-Marketing, wobei diese sich meist kaum von Events unterschieden.”
Sehr geehrter Herr Breitenbach,
schön, dass Sie die Zeit gefunden haben, um alle Vorträge des Kongresses zu besuchen. Ansonsten würden Sie ja nicht alle Referenten über einen Kamm scheren, oder? Nein, gewiss nicht. Aber nachdem ich mir meinen Vortrag unter den Aspekten “Eigenwerbung” und “großartige Taten” noch mal vorgenommen habe, bleibt mir noch eines festzustellen: Ihre Bewertung ist “exzessiv” daneben.
Gruß
Thomas Patalas
Am 13. März 2005 um 18:55 Uhr
Guten Abend Herr Patalas,
Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen dass ich nicht in den Genuss aller Vorträge gekommen bin. Alle vier Vorträge welche ich besuchen konnte wiesen allerdings große Anteile von Eigenwerbung auf. In keinem Satz habe ich dies übrigens als negativ bewertet sondern habe lediglich einen allgemeinen Verdacht formuliert in dem ich allen Referenten diese Neigung zugesprochen hätte. Im Übrigen habe ich den Vortrag von vm-people als äußerst positiv und gelungen beschrieben und die beiden Herren haben mit Eigenwerbung auch nicht gerade gegeizt.
Sollte ich also versehentlich Ihren Vortrag, den ich übrigens nicht besuchen konnte, dadurch angegriffen haben, obwohl Sie diesen völlig von sich und ihrem Unternehmen losgelöst geboten haben, so entschuldige ich mich dafür sehr. Ob ihr Vortrag nun dadurch gehaltvoller oder ernüchternder war überlasse ich denjenigen die ihn auch besucht haben.
Desweiteren kann meine persönliche Einschätzung gar nicht “exzessiv” daneben liegen, denn es war nun mal meine persönliche Einschätzung.
Viele Grüße
Patrick Breitenbach
Am 13. März 2005 um 22:46 Uhr
Guerilla Marketing Kongress 2005: So war’s.Vergangenen Freitag fand in Köln der zweite Guerilla Marketing Kongress statt. Da der Wirbel rund um die Weblog-Marketingaktion der Kongressveranstalter wohl zu einiger Verwirrung geführt hat, zunächst zur Klarstellung: Ja,…
Am 14. März 2005 um 09:11 Uhr
Hallo Patrick, nimm den Kommentar von Thomas Patalas leicht. Bei uns im Badischen gibt es ein Sprichwort, das alles sagt: “Getroffene Hunde bellen“.
Am 14. März 2005 um 10:00 Uhr
@MaxZorno:
Aber ich dachte immer dass bundende Bellen nicht heißen! ;-)
Am 14. März 2005 um 18:41 Uhr
Guerilla Marketing Kongress und Blogger-TreffenAm 11.03.05 habe ich mit Martin Röll den Guerilla Marketing Kongress in Köln besucht. Hier nun ein kleiner Rückblick, nachdem Martin, Patrick
und Michael bereits ihre Eindrücke gebloggt haben.
Gespannt war ich vor allem auf das Thema Guerilla Mark…
Am 14. März 2005 um 22:17 Uhr
Das war der Name, den Sie sich nicht gemerkt haben ;-)
Über meine Eindrücke vom Guerilla Marketing-Kongress will ich mich hier nicht auslassen – das wäre unfair, da ich meine Kritik noch nicht dort geäußert habe, wo sie angebracht wäre (auf dem Feedbackbogen).
Auf jeden Fall war das (Noch-Nicht)-Blogger-Treffen abends ausgesprochen nett :o)
Servus
AnnetteW.
Am 15. März 2005 um 10:16 Uhr
Hallo Anette,
jetzt werde ich mir den Namen sicher merken! :-)
Melde dich doch mal wenn du dein erstes Weblog startest. (Ich duze jetzt mal ganz frech in Weblog-Werber-Manier)
Viele Grüße
Patrick