13.08.04
11:45 Uhr

Athen 2004: Bis auf die Unterwäsche wird man auf Markenlogos überprüft!

Die Kamera schwenkt in die jubelnde Menge der Zuschauer und die besonders hübsche Frau mit einem T-Shirt, das den Aufdruck “PEPSI” trägt, steht im Mittelpunkt des Geschehens – nämlich auf der Leinwand.

Das ist kostenlose Werbung für PEPSI, ganz klar, und das während der Olympischen Spiele 2004 in Athen? Nein, die Griechen sorgen für Abhilfe, denn die Zutrittsregeln zu den Spielen wurden mittlerweile auch werbetechnisch verschärft. Griechenland meint es ernst! Hier die offiziellen Regeln:

5. Prohibitions and Restrictions
5.1 The following items may not be brought into venues: […] flags of non-participating countries, flags of participating countries that are larger than approximately 2 x 1 meters, […] flag poles, signs, umbrellas, commercial items with obvious logos of competitive companies to sponsors (hats, T-shirts, bags, etc.)

Telepolis meldet hierzu:

Doch wie die Sunday Times meldet, sind nun auch die konkurrierenden Produkte selbst verboten, ob Pepsi im – zulässigen, doch mit Logo bedruckten – Plastikbecher oder ein Getränk im Pappbecher von Burger-King statt des Sponsors Mc Donalds oder Turnschuhe von Nike statt des Sponsors Adidas: Sobald ein verbotenes Logo erkennbar ist, ist Schluss mit lustig

Das ist Branding in vollen Zügen – mir fehlen die Worte…
Ich wünsche den Damen und Herren an der Eingangskontrolle dann viel Spaß und Erfolg bei dem Überprüfen der verschwitzten Menschenmassen, die seit Stunden in den Warteschlangen stehen, um live bei den Olympischen Spielen 2004 dabei zu sein.
Den kompletten Artikel von Telepolis gibt es hier.

Das heisst, auch die Flaschen die sicherheitstechisch zugelassen sind, dürfen allerdings aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht mit anderen Getränken gefüllt werden. Es werden nur Getränke des Coca-Cola Konzerns getrunken, wie z. B. das griechische Mineralwasser Avra. Ansonsten muss das Label entfernt oder verdeckt werden.

Coca-Cola hat 60 Millionen US-Dollar dafür gezahlt, kein Pepsi-Logo im Olympiagelände ertragen zu müssen. (…)

Turnschuhe der falschen Marke sind auszuziehen oder von ihren typischen Erkennungszeichen zu befreien. Wer das falsche T-Shirt anhat, muss dieses zwar nicht ausziehen, doch den Aufdruck nach innen drehen. Auch T-Shirts mit einzelnen Buchstaben sind unerwünscht, da sich Gruppen so zusammensetzen könnten, dass sie einen lesbaren Ausdruck ergeben. Nur die Unterwäsche wird nicht auf Markenlogos überprüft und muss auch nicht umgekehrt getragen werden.

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2 Kommentare

  1. Horst

    Der Begriff “Olympiade 2004″ ist sprachlich falsch, die Olympiade bezeichnet den Zeitraum zwischen den Spielen und nicht die Spiele selbst.

    Korrekt ist daher der Begriff “Olympische Spiele 2004″.

    de.wikipedia.org/wik...

  2. Lene Steinmann

    Danke, ich habe es geändert!

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Eure Kommentare

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
  • Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
  • InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
  • Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
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