21.06.04
10:12 Uhr

Was bringen Weblogs für Unternehmen?

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Robert Basic vom M-E-X Blog hat einen interessanten und ausführlichen Artikel dazu verfasst. Vieles davon war mir zwar nicht neu, aber Robert hat alles noch einmal schön auf den Punkt gebracht. Speziell über unseren Branchenbereich schreibt er:

Und im Kundenverkehr? Die Übersättigungseffekte im Marketing und das stete Auseinanderbrechen in immer kleiner werdende, homogene Zielgruppen könnten Business Blogs als weiteren Kunden Kommunikationskanal etablieren. Wo sonst als über das Blog kann man Kunden persönlicher erreichen und ansprechen?

Sehr schön! Aber auch der gesamte Artikel lohnt auf alle Fälle zu lesen!

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10 Kommentare

  1. Kontraweblog

    Weblogs werden für das Marketing nicht viel bringen. Sie ersetzen keinen gut gemachten Webauftritt mit nützlichen Informationen für den Kunden.

    Außerdem werden die Funktionen von Weblogs, wenn Sie nützlich sind in herkömmliche Content Management Systeme integriert, was auch sinnvoll ist.

    Ansonsten hat man wieder für jede Spezialität eine Extrasoftware und der Integrationsgedanke geht verloren.

  2. Patrick Breitenbach

    Wer hat behauptet, dass Weblogs den herkömmlichen Internetauftritt ersetzen sollen? Sie sollen ihn, wenn dann, ergänzen.

    Ich denke viele haben einfach noch nicht begriffen, was ein Weblog wirklich ist.

    Übrigens kann man wunderbar Weblogs in bestehende Internetauftritte integrieren, da weiss ich jetzt nicht wo das Problem liegen soll. Weblogsoftware ist in der Regel auch nicht annähernd so umständlich zu bedienen, wie die meisten umfangreichen CMS.

    Aber in erster Linie geht es auch nicht um die technischen Aspekte, sondern um die inhaltlichen. Es macht schon ein Unterschied, ob man ein Weblog führt, oder ganz einfach gesichtslose PR-Meldungen des Unternehmens veröffentlicht. Dort vermisst man vor allem auch die Interaktivität mit dem Kunden, welche in Zukunft ganz entscheidend sein wird.

  3. Kontraweblog

    Fragt sich was man unter integrieren versteht…
    Wenn ich einfach nen Link zum Weblog in die Seite einfüge ist das nicht integrieren.

    Integration wäre viel mehr wenn ich ein CMS habe und das Weblog über die gleiche Oberfläche pflegen kann, damit ich meine Mitarbeiter nicht noch weiter schulen muss.

    Für kleine Firmen in denen IT-Aufgeschlossene werkeln mag ein Weblog vielleicht noch ein witziges Instrument sein.
    Für größere Firmen mit komplexen Webauftritten die bereits ein CMS einsetzen wäre ein solches Zusatzfeature in einem CMS vielleicht nützlich. Aber deswegen extra eine Weblog-Software benutzen halte ich persönlich für sinnlos.

    Und was ist ein Weblog mehr als eine Kombination aus elektronischem Tagebuch mit Forumscharakter und Archiv?
    Ist das also nicht einfach wieder ein Hype wie bei so vielen IT-Themen?

  4. Patrick Breitenbach

    Hmm du bist wohl ein Programmierer?! ;)
    Zumindestens scheinst du aus der technischen Ecke zu stammen. Ich spreche hier aber wirklich von den Inhalten. Ein Weblog ist nicht zu vergleichen mit eindimensionalen Internetauftritten. Ein Weblog wird geprägt von seinen Lesern, der Interaktivität, der Blogosphäre und dem Schreibstil. Also ganz wesentlich ist hierbei der Content. Die Software dient einfach nur dazu, möglichst jedem sehr schnell die Autorenschaft zu ermöglichen. Und warum sollte man das Weblog per Link nicht integrierenkönnen? Verstehe ich nicht! Am Bestens ist es sowieso dies als Extra-Adresse laufen zu lassen. Denn ein Weblog als reine Werbefläche aufzuziehen bringt überhaupt nichts, dafür brauch ich kein Weblog! Man sollte das Weblog eher als Buzz-Marketing Instrument nutzen.

    Und wenn ein CMS auch einen Weblog simpel füttern kann umso besser!

    Und zum angeblichen Hype: Komisch das die USA da schon wieder um einiges weiter ist als wir. Bei uns gibt es derzeit ca. 20000 bis 40000 Blogger in den USA sind es bereits über 4,5 Mio. Auch beid er unterschiedlichen Bevölkerungszahl ist dies prozentual ein gewaltiger Unterschied. Große Unternehmen beginnen dort mit Weblogs zu arbeiten (SUN, Microsoft, Nike etc.).

  5. Kontraweblog

    Wobei auch bei dieser Werbeform die Bloggergemeinde geteilter Meinung ist :-)

    “Ich glaube nicht, dass viele Online-Nutzer an einem werblichen Blog interessiert sein werden”, zitiert die New York Times Patrick Phillips vom Blog I Want Media. “Wenn Du eine Site besuchst und Du weißt, dass da etwas verkauft werden soll, dann wirst Du kein großes Interesse daran haben”, meint er.

    Gesehen: heise.de/newsticker/...

    Ich sage ja auch nicht, dass die Funktionalität die ein Weblog bietet schlecht ist. Ich halte es für ein Unternehmen jedoch nicht für gut, den Mitarbeitern zuzumuten noch eine weitere Applikation bedienen zu müssen. Deshalb Integration.
    Nicht jede Firma hat die Kohle wie z. B. Nike eine Extra-Agentur für den Weblog zu beauftragen bzw. die Zeit es selber zu pflegen.
    Es stellt sich somit die Frage ob der Nutzen die Kosten rechtfertigt.

  6. Patrick Breitenbach

    Erstmal vielen Dank für die spannende Diskussion, du siehst also schon allein daran, wofür Weblogs gut sein können. Dies ist ja schliesslich auch ein Unternehmensblog.

    Ein rein werblicher Weblog funktioniert natürlich nicht, das hatte ich ja oben schon erwähnt. Aber muss es denn immer gleich mit der Brechstange sein?

    Ich mach mal einfach ein fiktives Fallbeispiel:

    Red Bull eröffnet ein Weblog. Dieses dreht sich rund um die Themen Partyszene, Extremsport und Musik. Es werden zu allen Themen gute Inhalte geboten mit vielen Verlinkungen auf themenverwandte Seiten. Man könnte Gastautoren aus dem Extremsportbereich engagieren oder DJs. Die Marke Red Bull tritt dabei immer wieder passiv auf, es entsteht aber trotzdem eine Identifizierung mit der Marke. Gut das ist wieder ein großes Unternehmen, welches ja jetzt schon Buzz-Marketing betreibt.

    Kleines Unternehmen: Das Reisbüro Mustermann möchte seinen Kunden etwas besonderes bieten. Man hat sich sowieso schon entschlossen auch Reisen per Internet zu verkaufen. Nun möchte man mit einem Weblog eine attraktive Plattform schaffen um den Kunden die Lust am reisen schmackhaft zu machen. Da Reisekaufleute sowieso oft unterwegs sind können sie gleich vor Ort eine Beschreibung der Hotels inklusive Fotos bloggen. Somit kann ein kleines Reiseweblog entstehen, fernab von der Hochglanzprospektwelt, wo sowieso jeder Kunde weiß, dass es nicht der Wahrheit entspricht. Gleichzeitig können Urlauber ebenfalls Erfahrungsberichte auf diesem Weblog austauschen. Somit erkennt der Kunde, dass das Reisebüro bemüht ist um den Service; und auch auf die Bedürfnisse ihrer Kunden intensiv eingeht. Damit fährt das Reisebüro deutlich billiger als mit Anzeigen und sie erreichen auch das reiseinteressierte Publikum und strahlen dazu Kompetenz aus.

    Ein Hersteller von Hydrauliksystemen möchte auch mehr Kompetenz ausstrahlen. Er richtet ein Weblog ein und berichtete dort in einigen Abständen über die neusten Innovationen in seinem Gebiet und allem was daran hängt. Er gibt Linkempfehlungen zu themenrelevanten Seiten. Er strahlt dadurch mehr Kompetenz aus, als ein Unternehmen mit schön gemachten statischen Imagetexten. (diese sollen ja auch nicht überflüssig werden, Weblogs können Unternehmensaussagen “boosten”.) Durch ein Weblog kann ein Unternehmen menschliches Leben ausstrahlen, ein Merkmal dass es nur selten in einer anonymisierten Internetwelt gibt.

    Die Sache mit der Kompetenz, kann sich auf fast alle Branchen erstrecken. Von der Dienstleistung (Anwälte, Ärzte, Berater, Agenturen etc.) bis hin zu zum Handel(Modelabel, Technik, Heimwerkermarkt).

  7. Kontraweblog

    Ich bin ja nicht gegen die Funktionalität was ein Weblog bietet und finde es auch nicht schlecht. Aber ich bin gegen eine gesonderte Software. Da dies die Mitarbeiter wieder vor das Problem stellt eine neue Software erlernen zu müssen. Nicht in jedem Unternehmen sind IT-Versierte Mitarbeiter die sofort mit dem ganzen klar kommen. Der Widerstand ist zu beachten.

    Für Red Bull und andere große Firmen, möchte ich den Nutzen nicht in Frage stellen. Aber wie gesagt, die haben auch das Geld entweder eine externe Agentur mit dem Betrieb und der Pflege zu beauftragen, oder sie haben die Funktionalität in ihr bestehendes CMS integriert und die Mitarbeiter die sich bereits jetzt um die Inhalte kümmern pflegen auch das Weblog.

    Die Grundidee für das Reisebüro ist ja auch nicht schlecht. Klar kann es so auf sich aufmerksam machen. Aber ein Weblog lebt von Aktualität. Wenn ich mir die Seiten von vielen kleinen Betrieben ansehe (die NICHT IT-Begeisterte Chefs oder Mitarbeiter haben), merkt man schon jetzt das es mit der Aktualität nicht weit her ist. Jetzt noch ein Weblog zusätzlich zum pflegen wird dann nicht besser laufen nur weil es jetzt Weblog heißt.
    Das Problem bei jeder Webseite, egal ob herkömmlich erstellt mit CMS oder über ein Weblog ist doch, dass es GEPFLEGT werden muss. Dafür müssen Ressourcen vorhanden sein, sei es zeitlich, personell oder monetär. Wobei monetär immer dabei ist. Die Zeit und das Personal kosten ja auch.

    Außerdem geht der Nutzen auf sich aufmerksam zu machen ja immer mehr verloren je mehr Unternehmen dieses Instrument GUT nutzen. Dann hast Du nämlich wieder z. B. 10000 Reiseweblogs und der Effekt geht dahin.

    Zur Diskussion hier: Diese könnte man auch in einem Forum genauso führen. Dafür brauche ich kein Weblog ;-)

  8. Patrick Breitenbach

    Ja sicherlich macht es keinen Sinn, wenn jedes Unternehmen das Bloggen anfängt. Weblogs bieten sich einfach nur als Marketinginstrument an. Natürlich muss man dementsprechend Zeit investieren. Aber die ist bekanntlich ja relativ.

    Wer sowiso wenig Wert legt auf Kundenkontakt im Internet, der sollte wirklich die Finger davon lassen. Dann liber erstmal den eigenen E-Mailverkehr in den Griff bekommen. Es gibt etliche erschreckende Studien, dass Unternehmen nicht auf E-Mailanfragen antworten. Ich bin auch der Letzte der meint, bitte, bitte eröffnet alle ein Weblog. Ich sehe es einfach nur als großes Werkzeug, mit dem man natürlich umgehen können muss.

    Zur Software: Ich behaupte Weblogsoftware ist um Längen einfacher zu bedienen als umfangreiche CMS. Aber wie gesagt wenn ein CMS auch bloggen kann, warum nicht?

    Ein Forum bietet nicht so viel Diskussionsstoff wie ein Weblog und ist daher viel mehr eingeengt! Ein Forum ist ein Forum und ein Weblog eben ein Weblog! ;)

  9. Kontraweblog

    Eine Weblogsoftware ist vielleicht für den Administrator und denjenigen der es Aufsetzen muss einfacher.

    Aber für den Benutzer ist es nicht einfacher. Hat man ein gutes CMS indem man die Oberfläche an die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers anpassen kann, zieht dieses Argument nicht mehr.

    Ein Forum bietet auch sehr viel Diskussionsstoff. Ich könnte jetzt nicht sagen was mehr Diskussionsstoff bietet. Kommt immer auf die Beteiligten an ;-)

    Jedoch wäre es z. B. bei diesem Weblog nicht schlecht wenn die Kommentare nicht einfach so untereinander stehen, was dies auf Dauer unübersichtlich macht, sondern wie in einem Forum eine Thread-Übersicht vorhanden wäre ;-)

  10. Wohin geht der Weg | Vorreiter

    [...] Zum diese Thema "Was bringen Weblogs für Unternehmen" habe ich einen interessanten Link gefunden. Einen Schlagabtausch zwischen Pro und Kontra. Allerdings weiss ich noch nicht wie ich Links einfüge, sonst würde ich ihn Euch jetzt nicht vonenthalten…. Wartet, vielleicht so… werbeblogger.de/2004... [...]

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