18.06.04
09:54 Uhr

Werbung schuld an dicken Kindern?

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In der gestrigen Regierungserklärung von Verbraucherministerin Renate Künast, forderte diese, strengere Auflagen für die Werbe- sowie für die Lebensmittelindustrie. Anlass dazu ist eine aktuelle britische Studie über die zunehmende Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen.

Jeder dritte Jugendliche in Deutschland ist nach Angaben von Künast zu dick, acht Prozent seien deshalb krank. Übergewicht und Fettleibigkeit verursachten 71 Mrd. Euro Folgekosten jährlich. Nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts sind zwei Drittel der männlichen und die Hälfte der weiblichen Bevölkerung übergewichtig.

Die Opposition im Bundestag kritisierte daraufhin Frau Künast scharf für das Vorhaben von stärkeren staatlichen Eingriffen. Auch die geplante Zwangsabgabe für Alcopops wurde erneut aufgegriffen und kritisiert.

Julia Klöckner (FDP):

„Für uns ist es wichtig, dass Sie uns mit einer Ernährungs-Diktatur verschonen.“

Die Werbewirtschaft reagierte natürlich ebenso verärgert. Diese sieht einfach nicht ein, warum die Werbung immer den schwarzen Peter zugeschoben bekommt.

Der Zentralverband der Werbung dazu:

Werbung macht keine dicken Kinder.

und

Die Werbebranche in Deutschland wird sich nicht zum Sündenbock für das weltweite gesellschaftliche Phänomen stempeln lassen.

Ich persönlich finde die geplanten staatlichen Eingriffe auch übertrieben. Die Ursachen für die Fettleibigkeit liegen wohl eher in der Verantwortung der Eltern. Diese entscheiden immer noch wie sich ihre Kinder ernähren. Ein zweiter Faktor dürften mangelnde soziale und finanzielle Verhältnisse sein. Schliesslich führt auch noch mangelnde Bewegung zur Fettleibigkeit. Daher sollte der Staat, wenn er schon eingreifen muss, die sportliche Aktivität bei den Jugendlichen fördern. Zumal gibt es derzeit wichtigere Probleme: Arbeitsmarkt, Bildung und Gesundheit sollten Vorrang erhalten, denn diese drei Bereiche wirken sich indirekt auf die Problematik der Jugendlichen aus. Gebt der Jugend mehr Zukunftsaussichten und sie hören auf mit „Frustfressen“.

Quelle: impulse.de

Eine Stellungnahme vom ZWA gibt es auf gwa.de

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